Facebook
Blogspot
Rechte: Nancy Hünger - Felix Wilhelm, Lukas Rauchstein - Jessy Katschewitz und Jan Wagner, Jaromir Konecny - Matthias Hataj

Die nächsten Veranstaltungen:

August  2017

18
Freitag
18:00 Uhr
4. Demokratiekonferenz im Saale-Orla-Kreis
Burg Ranis
 
18
Freitag
19:00 Uhr
Sind im Garten
Mit Musik von Klaus Wegener (Klarinette/Saxophon)
Schlosspark Schleiz
 
 

Neuigkeiten

Ein Rückblick auf die 19. Thüringer Literaturtage

Eine zweiminütige Zeitreise zu den Literaturtagen 2016. Was war das für ein schönes Wochenende!

Karten für das Festivalprogramm in diesem Jahr gibt es unter DIESEM LINK!

Das komplette Programm der 20. Thüringer Literaturtage:

Zum Tod von Hans-Jürgen Döring

Am Abend des 29. April starb Hans-Jürgen Döring zu Haus. Wir stehen voller Schmerz und Trauer vor dieser Unumstößlichkeit. Der plötzliche Tod unseres Freundes, des Dichters, Politikers und Lehrers reißt eine Lücke in das literarische Leben Thüringens. Als Vorsitzender des Deutschen Schriftstellerverbandes, Landesverband Thüringen und Vorstandsmitglied des Lese-Zeichen e.V. war er immer wieder ein Förderer und Anreger im literarischen Netzwerk unseres Freistaates. Mit Nachdruck und nimmer müder Energie setzte er sich für eine Literatur ein, die sich mit ihrer ganz eigenen Sprache auch zu den dringenden Problemen unserer Zeit das Wort nimmt und für Demokratie und Mitmenschlichkeit eintritt. Dass der Literaturfond verdoppelt und das einzigartige Projektmanagerprogramm des Landes Thüringen ausgebaut wurde, ist vor allem auch seinem energischen Einsatz zu verdanken.

Nach dem Ende der DDR gehörte der Eichsfelder Lehrer zu den Wiederbegründern der SPD. Seit 1990 war er bis 2014 Mitglied des Landtages und unterstützte als bildung- ,kultur -und medienpolitischer Sprecher das literarisch-künstlerische Leben nach Kräften. Hans-Jürgen Döring war schon ein Politiker der besonderen Art. Obwohl er sein Amt sehr ernst nahm, merkte man es ihm nicht an. Er wusste viel zu sagen, voller Sensibilität für seine Mitmenschen und Freunde und ihre Probleme. Er war ein leidenschaftlicher Graphik-Sammler, ein leidenschaftlicher Leser und Kunstempfehler. Auch insofern waren ihm die errungenen Freiheiten nach 1989 teuer. Er genoss dieses Leben. Ein Mensch, voller Energie und Lebenslust. Man hörte ihn schon von weitem mit seinem hochtönigen Lachen, ehe er mit seinem widerspenstigen grauen Haarschopf durch die Tür trat. Und dann überfiel er einen, ohne eine Pause abzuwarten, mit seinen Ideen.

Schon als Student begann Hans-Jürgen Döring ernsthaft Gedichte zu schreiben. Er war ein Lyriker mit Zivilcourage. Aber er trug das nicht wie eine Monstranz vor sich her. Ein enge Freundschaft verband ihn mit Jürgen Fuchs. Immer wieder mühte er sich, dessen Andenken lebendig zu halten. Zwei Lyrik-Bände hat Hans-Jürgen Döring nach der Wende vorgelegt, ein dritter sollte bald erscheinen. Und das wird er auch. Liest man seine oft knapp pointierten Gedichte, lässt sich viel von seinen Konflikten erahnen. Natürlich will er aus dem Mahlwerk des Alltages heraustreten, aus dem Sprachschrott und Wortgeklingel der Verheißungen. Er litt daran, dass die Menschen nicht zu ihrem Eigentlichen kommen. Damit musste er sich als Politiker und Dichter herumschlagen. Heraustreten aus der Enge, weg von den Konventionen. „Komm ins Offene“, zitierte er Hölderin, wohl wissend, was es mit einer bleiernen Zeit auf sich hat. Er hat dabei keine Scheu vor kräftiger Sinnlichkeit. „Einmal in wackerer Trance / den Dachstuhl durchbrechen / anhaltsam schweben / mit Engelsflügeln in den Falten / der Dämmerung unbegreiflich / wundersam schön“

Nehmen wir seine Gedichte zur Hand. Behalten wir ihn in seinem ganzen Reichtum in Erinnerung. Und gehen mit ihm an unsere Arbeit. 

(Text: Martin Straub)

In der Zwischenzeit: Poesie - mit José Oliver

José Oliver ist ein immer wieder gern gesehener Gast auf Burg Ranis. Die Musikalität seines Vortrags und sein besonnenes, einnehmendes Wesen zeichnen jede seiner Lesungen aus.

Simone Scharbert erhält die Autorenförderung „Raniser Debüt“

Das Thüringer Büro für Literatur und Kunst Lese-Zeichen hat zum dritten Mal das Literaturstipendium „Raniser Debüt“ vergeben. Aus rund 100 Einsendungen wählte die Jury die Lyrikern Simone Scharbert aus. Ihr Debütbuch wird 2017 erscheinen.

Das „Raniser Debüt“ entstand vor drei Jahren in der Nachfolge des Raniser Stadtschreibers. Die Form des Stipendiums ist einmalig: Es richtet sich ausdrücklich an Autorinnen und Autoren ohne eigenständige Veröffentlichung. Die Siegerin erhält die Möglichkeit, ein Jahr lang mit dem erfahrenen Verlagslektor Helge Pfannenschmidt (Edition Azur) an ihrem Manuskript zu arbeiten, das anschließend publiziert wird. Gestiftet wird das „Raniser Debüt“ von der Kreissparkasse Saale-Orla.

Nachdem mit Denijen Pauljevic und Lars Jongeblod bislang zwei Prosaautoren das Stipendium erhielten, ist Simone Scharbert die erste Lyrikerin. Ihre Texte, die oftmals beklemmende zwischenmenschliche Situationen skizzieren, überzeugten die Jury durch die Prägnanz ihrer Form und ihre dichte Atmosphäre.

Simone Scharbert wurde 1974 in Bayern geboren. Sie studierte Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft. Heute arbeitet sie als freie Redakteurin und Dozentin für politische Bildung in der Nähe von Köln. Die Autorin kennt Ranis und seine Burg als Teilnehmerin mehrerer Schreibworkshops im Rahmen der Thüringer Literaturtage. Nun bietet sich ihr die Gelegenheit eines längeren Aufenthalts: als Teil des Stipendiums darf Simone Scharbert die Autorenwohnung auf Burg Ranis während des Sommers nutzen.

"Ins Innere: Annäherungen an Franz Fühmann" von Peter Braun und Martin Straub (Hrsg.)

Nach dem Band "Hilbigs Bilder" haben Peter Braun und Martin Straub im Wallstein Verlag einen neuen Sammelband heraus gegeben, der sich dem Schriftsteller Franz Fühmann widmet.

Franz Fühmann (1922 – 1984) – ein produktives Schriftstellerleben, in dem sich das 20. Jahrhundert bricht, und ein verzweigtes, vielgestaltiges Werk, das sich von keiner Doktrin bändigen ließ.

Aus ganz unterschiedlichen Richtungen nähern sich die Autorinnen und Autoren dieses Buches Franz Fühmann an. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit ihm und von dem Einfluss, den er auf sie ausgeübt hat, verfolgen seine intellektuelle Biographie, öffnen sein Archiv, lesen seine Bücher, reflektieren über seine Poetik oder fragen nach den Figuren des Zufalls.

Die Beiträge stammen von Helmut Böttiger, Matthias Braun, Peter Braun, Joachim Hamster Damm, Daniela Danz, Barbara Heinze, Anja Kampmann, Frauke Meyer-Gosau, Dietmar Riemann, Martin Straub.

Das Buch kann ab sofort für € 19,90 bei uns bestellt werden.

E-Mail: info(at)lesezeichen-ev.de

In der Zwischenzeit: Poesie - mit Dominik Dombrowski

Eine neue Folge "In der Zwischenzeit: Poesie"! Dominik Dombrowski ist ein Meister lakonischer Tiefgründigkeit, der Chronist der Rolling-Stones-Männer, ein Poet ohne Pose.

In der Zwischenzeit: Poesie - mit Ulrich Zieger

Die zweite Folge unserer Video-Reihe "In der Zwischenzeit: Poesie" - mit Aufnahmen von Ulrich Zieger, der nicht nur ein großer, ein unverwechselbarer Dichter war, sondern auch ein wunderbarer Mensch. Wir denken oft an ihn. Dieses Video zeigt sowohl seine Herzlichkeit, als auch seine Poesie.

Ab sofort erhältlich: "Der Wundenleser" - das erste Raniser Debüt!

Denijen Pauljevics literarisches Debüt erzählt in glimmenden Sätzen von einem Trip durch Illusion und Wirklichkeit. Ein Leseerlebnis wie ein luzider Traum: 

Hinter den Toren eines Armeestützpunkts betritt der Erzähler in Denijen Pauljevi?s Geschichte eine sonderbare Parallelwelt. Er gehört zu den Statisten einer militärischen Übung, mit der Soldaten auf ihren Auslandseinsatz vorbereitet werden. Mal stellt er einen Bürgermeister dar, mal einen Heckenschützen. Dabei besteht sein eigentlicher Job darin, die gelähmte Ramona zu betreuen, die wegen ihrer Behinderung ein besonders realistisches Opfer abgibt. Und im Camp die geheimen Vertriebswege für Rauschmittel aller Art kennt. Während der Erzähler in immer neue Rollen schlüpft, wird seine eigene Identität unsicher. Er erinnert sich an seine Jugend in Serbien, an die Gewalt, die Drogen, den Krieg. Was anfangs den Dreharbeiten zu einem Actionfilm ähnelt, entwickelt sich zu einem destruktiven Spiel, in das sich der Protagonist von der fatalistischen Ramona hineinziehen lässt.

Das Buch ist ab sofort erhältlich bei Amazon (unter diesem Link) oder beim Lese-Zeichen e.V. - E-Mail für Bestellungen: ranis[at]lesezeichen-ev.de.

Andreas Berner erhält die Kulturnadel des Freistaats Thüringen

Thüringer Kulturnadel

Herr Andreas Berner erhält die „Kulturnadel des Freistaats Thüringen“ für sein ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender des Lese-Zeichen e. V.

Mit seinen Erfahrungen als Lehrer und Künstler gab und gibt er dem Lese-Zeichen e. V. konzeptionelle und praktische Impulse. Unter seinem Vorsitz wurde eine Kunstsparten übergreifenden Arbeit entwickelt. Das wird nicht nur mit den Programmen der Thüringer Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis sichtbar, sondern auch in der Thüringen weiten Arbeit des Vereins mit jährlich ca. 250 Veranstaltungen in 50 Orten. Bei aller Vielfalt der Vereinstätigkeit ist die Arbeit im ländlichen Raum sein theoretisches und praktisches Zentrum. Immer wieder bemüht sich Andreas Berner um eine Zusammenarbeit der Orte und Gemeinden. In dieser Hinsicht ist die Verbindung von Ranis und Krölpa beispielgebend. Das Programm der Burg Ranis und das des neuen Spielortes, der Pinsenberghalle in Krölpa, ergänzen sich trefflich und locken das Publikum aus nah und fern. Sein Engagement trägt somit wesentlich zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur im ländlichen Raum bei.

Neben dem Thüringer Kulturpreis wird seit 2014 eine "Kulturnadel des Freistaats Thüringen" an Einzelpersönlichkeiten vergeben, die sich durch herausragende ehrenamtliche Arbeit im Kulturbereich in Thüringen ausgezeichnet haben. Damit stärkt das Land die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in Thüringen. Dies ist auch eine der Zielsetzungen des "Kulturkonzepts des Freistaats Thüringen".

Die besondere Anerkennung für Kulturschaffende spiegelt sich auch im Design der Kulturnadel wider, die in Form eines Lorbeerblattes gestaltet ist. Lorbeer symbolisiert seit der Antike Ehre und Auszeichnung für Künstler, Wissenschaftler und Sportler und wird Apollon, dem Gott der Künste, zugeordnet. Der Entwurf stammt von Felix Lindner, einem international renommierten Thüringer Schmuckgestalter. Er wurde von einer Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Nerlich, Sprecher des Verbandes Bildender Künstler Thüringens, aus insgesamt 16 Vorschlägen ausgewählt. Das Thüringer Kulturministerium stellt alle eingereichten Vorschläge dem Erfurter Angermuseum für seine Sammlung zeitgenössischen Schmucks zur Verfügung.

 

"Wir schillern!" ist in die Endrunde des Wettbewerbes "Kinder zum Olymp!" der Kulturstiftung der Länder gekommen

In verschiedenen Kategorien werden hier Modellprojekte zwischen Kultur und Schule ausgezeichnet. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in kulturellen Projekten zu engagieren und eigene künstlerische Erfahrungen zu sammeln. Gemeinsam mit außerschulischen Partnern – kulturellen Einrichtungen oder Künstlern – können Schüler und Lehrer neue Ideen entwickeln und umsetzen.

... knapp sind wir am Siegertreppchen vorbei geschlittert, aber wir werden weiter schillern. Schon ab Januar 2015 ist ein Radio-Projekt für GrundschülerInnen geplant, welches ebenso am historisch-atmosphärischen Ort, also in Schillers Gartenhaus, zusammen mit dem Offenen Kanal Jena (OKJ) stattfinden wird.

Blaubart & Ginster: Literatur im Radio

Eine Stunde Literatur und Musik auf Radio OKJ & bei Soundcloud. Ralf Schönfelder und Mario Osterland laden Autoren ins Studio ein, um ihre Texte zu hören, über die literarische Szene zu plaudern und die Lieblingsmusik der Gäste zu spielen.

Vernetzen wir uns!

Klicken Sie HIER und verbünden Sie sich mit dem Lese-Zeichen e.V. auf facebook.

Melden Sie sich einfach an!

Und erhalten Sie unsere Veranstaltungstipps frei Haus. Zur Anmeldung geht es hier entlang >

Herausgegeben vom Lese-Zeichen e.V.

Hilbigs Bilder - Essays und Aufsätze

Hilbig und die bildenden Künste - Schriftstellerkollegen, Malerfreunde, Literaturwissenschaftler über die gewaltigen Wort- und Bildwelten Wolfgang Hilbigs.
Mit Beiträgen von Gert Neumann, Andreas Koziol, Uwe Kolbe, Nancy Hünger, Birgit Dahlke, Jan Röhnert, Martin Straub, Volker Hanisch und Bildern von Gerhard Altenbourg, Horst Hussel, Olaf Nicolai, Gil Schlesinger, Strawalde u.a. weitere Informationen >

 

Mehrfachbelichtung - Rumänische Erkundungen

In dem Band sind zehn Künstler mit Essays, Lyrik, Prosa und literarischen Reportagen sowie der Fotograf Andreas Berner mit Siebenbürgen-Impressionen vertreten. weitere Informationen >