Westhäuser, Erika
Biografie
Geboren am 28.11.1933 in Ließau (Kreis Danzig).
1939 Übersiedlung nach Eisfeld. 1940-48 Besuch der Volksschule Eisfeld. 1949 Porzellanarbeiterin in Eisfeld. Scheidung der Eltern. Die Armut in der Familie verhinderte vorerst eine Ausbildung. 1954 Steno- und Schreibmaschinenkurs. Bürohilfe im Porzellanwerk Brattendorf. 1955 Mitglied der SED, Heirat mit Möbeltischler Eberhard Westhäuser, zwei Kinder, 1955 Bürohilfe im Porzellanwerk Veilsdorf. Erste künstlerische Tätigkeit, Betriebszeitungs- und Funkredakteur. 1958 lebensbedrohliche Operation, danach jahrelange Durchblutungsstörungen, Sprachschwierigkeiten.
1960-61 Bezirksparteischule Erfurt,
1961-62 Redakteur beim „Freien Wort“ Hildburghausen, 1963-69 Arbeiterstudent am pädagogischen Institut Erfurt: Kunsterziehung/ Deutsch; in dieser Zeit Nervenklinik Hildburghausen. 1969 Teil-Staatsexamen in Kunsterziehung. Erste Kontakte mit dem Grafiker Gerhard Kettner bei einer Ausstellung „Brühlsche Terasse Dresden“. Briefwechsel „über die leisen Töne im Leben“. 1969 Erzieherin an der Joseph-Meyer-Oberschule Hildburghausen, berufsbegleitendes Fernstudium am Lehrerbildungsinstitut Meiningen. Künstlerische Ausgestaltung des Schulhauses. Leiterin der AG Malen und Zeichnen. 1980 Mitglied im Zirkel „Schreibender Arbeiter“ Eisfeld. W. schrieb zunächst Gedichte. Leiterin der AG „Junge Poeten“ an der Schule. Referentin für die künstlerische Weiterbildung von Lehrern und Erziehern. 1985 Mitglied im Arbeitskreis „Mundart“ Südthüringen. 1985 Parteistrafe wegen Besuch des Sohnes, der bei der NVA einen schweren Unfall erlitten hatte. Versetzung an die Schule nach Veilsdorf. Auch dort Leiterin der AG „Junge Poeten“. Chorsingen, Plakatmalen, Ausgestaltung von Bühnen, Grafiken für Zeitungen, literarische Beiträge, Lesungen in schulischen Einrichtungen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen, Bibliotheken, Museen. 1991 Vorruhestand, umfangreiche Schreibtätigkeit sowie Mitarbeit im Café des Ehegatten. Seit 1999 Mitglied im VS Thüringen.
Das Ungeheuer der Hopaländer Märchen, Berlin 1997
Der mächtige Zauberer Abrathor, Mellrichstadt 1998
Kurze Dinge sind nicht länger Mundartgedichte, 1996 Veilsdorf
Für drei Groschen Glück, biografische Geschichten, Berlin 2000
Beiträge in Anthologien
Und leben, wo wir wohnen, Karl-Heinz May, VEB Zeiss Eisfeld, Leipzig 1986,
Blätter aus dem Klassenbuch,
Berlin 1985
Jahresringe, Freies Wort Suhl 1987
Alte Wege neu geöffnet, Karl-Heinz May, Offizien Hildburghausen, 1992
Der Nussbaum, zum 35. Bestehen des Autorenkollektivs
Literaturkalender, Michael Carl,
Suhl 1998 In die Zeit gestreut, Literatursalon Suhl, Michael Carl 1999
in Vorbereitung:
Der Goldschatz von Eisfeld,
Erfurt 2005
Beiträge in Mundart-Anthologien
Bann dos de Modder noch hätt erlah, Suhl 1987
Thüringer Mundart, Rudolstadt 1990
Mundartliteratur in Südthüringen
Österreichische Dialektzeitschrift Morgenschtean
Hüeflspaa und Spreißl,
Sonneberg 1997
An Rejchnbuechen kaa me nije bestell, Erfurt 1997
Mir hänga uns nei,
Sonneberg 1999
Preise
Anerkennungspreis für die Schaffung neuer Lieder und Texte 1981
Adresse
Bürdener Straße 210
98669 Veilsdorf
Telefon: 03685-68159
