Scherzer, Landolf

Biografie

geb. am 14. April 1941 in Dresden; 1947-1959 Schulbesuch in Lohmen/Sachsen, nach Umzug in Forst/ Lausitz; 1959 Abitur, danach Soldat in der Nationalen Volksarmee; 1961/62 Volontariat bei der „Lausitzer Rundschau" in Cottbus; 1962-1965 Studium an der Sektion Journalistik der Leipziger Universität; 1964/65 Reportagekurs bei Jean Villain bei der „Neuen Berliner Illustrierten" u.a. mit Klaus Schlesinger und Gerd Prokop; aufgrund seiner analytisch-kritischen Intentionen wurde dieser Kurs aufgelöst, S. exmatrikuliert und zur „Bewährung" nach Suhl beordert; die schon mit „ausgezeichnet" bewertete Diplomarbeit wurde aberkannt; bis 1975 Arbeit beim „Freien Wort" in Suhl; als Reporter zahlreiche Erkundungsreisen durch Thüringen; 1973 Veröffentlichung des ersten Reportagebandes beim Greifenverlag Rudolstadt; ab 1975 freischaffender Schriftsteller und erste Reise in die ehemalige Sowjetunion; 1982 Arbeit auf einem Fischfangschiff der Hochseeflotte; 1984 Reise nach Moçambique; im Ergebnis dieser Reisen entstanden Reportagebände; 1987-1990 Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Thüringen; nach der Wende freie Mitarbeit für „Wochenpost" und „Die Woche"; 1990/91 erneute Reisen in die Sowjetunion und vorerst Abkehr von „deutschen Themen"; 1994 zum Vorsitzenden des Verbandes deutscher Schriftsteller in Thüringen gewählt; seit Mitte der neunziger Jahre wieder verstärkte Zuwendung zu hiesigen sozialen Problemen; bevorzugtes Genre ist die literarische Reportage, er veröffentlichte zahlreiche Beiträge in insgesamt zehn Anthologien, aber auch Hörspiele und Theaterstücke.

Bibliografie

Südthüringer Panorama. Rudolstadt 1973.
Spreewaldfahrten. Rudolstadt 1975.
Nahaufnahmen aus Sibirien ... Rudolstadt 1977.
Fänger und Gefangene. Rudolstadt 1983. Berlin 1999
Bomdia, weißer Bruder. Rudolstadt 1984.
Das Camp von Matundo. Berlin 1986.
Der Erste. Rudolstadt 1989. Berlin 1997.
Der Erste. Theaterstück. Theater Meiningen 1989.
Auf Hoffnungssuche an der Wolga. Köln 1991.
Am Sarg der Sojus. Suhl 1993.
Mitleid ist umsonst, Neid musst du dir erarbeiten. Mit einem Vorwort von L Günther Wallraff. Berlin 1997.
Der Zweite. Berlin 1997.
Der Letzte. Berlin 2000.
Die Fremden. Berlin 2002.
Schwarze Weisheiten. Berlin 2004.
Der Grenzgänger. Berlin 2006.




Preise

1980 Max-Reger-Preis des Bezirkes Suhl

1984 FDGB-Literaturpreis

1987 Heinrich-Heine-Preis

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