Cibulka, Hanns †
Biografie
geb. am 20. September 1920 in Jägerndorf im Altvatergebirge (heute Krnov, Tschechien); gest. am 20. Juni 2004 in Gotha; Handelsschule in Troppau (heute Opava) 1939 Kriegsdienst vornehmlich in Italien; 1948 aus englischer Gefangenschaft zurückgekehrt, besuchte er die Bibliothekarschule in Berlin; 1952 bis zu seiner Pensionierung 1985 Leiter der Stadt- und Kreisbibliothek „Heinrich Heine" in Gotha ; seine ersten Gedichte erschienen 1951 in einer Anthologie; über ein Dutzend Lyrikbände folgten; C.'s Gedichte kreisen um das „Kraftfeld eigener Erlebnisse" (seine mährisch-schlesische Heimat, die Kriegsgefangenschaft in Sizilien, die neue Heimat in Thüringen); er verstand es, in seiner Lyrik Biographisches mit Landschaften und Kulturgeschichtlichem zu verknüpfen; manche Gedichte fanden Eingang in Schullesebücher, andere wurden vertont; C.'s Prosaschaffen umfasst über ein Dutzend Bücher; seine Thüringer Heimat spielt in seinen Werken eine Rolle; er trachtet danach, menschheits- und lebensbedrohende Konflikte provozierend und nachhaltig bewusst zu machen; hält der Gesellschaft wie nebenbei mahnend den Spiegel vors Gesicht; seine Werke wurden in zehn Sprachen übersetzt.
Märzlicht. Halle 1954.
Zwei Silben. Weimar 1959. SizilianischesTagebuch. Halle 1960.
Arioso. Halle 1962.
UmbrischeTage. Halle 1963. Windrose.
Halle 1968.
Sanddornzeit. Tagebuchblätter von
Hiddensee. Halle 1971. Lichtschwalben. Halle 1973. Dornburger Blätter. Briefe und
Aufzeichungen. Halle 1973. Liebeserklärung in K. Halle 1974. Lebensbaum. Halle 1977;
Das Buch Ruth. Aufzeichnungen des Archäologen Michael S.Halle-Leipzig 1978;
Der Rebstock. Halle-Leipzig 1980;
Swantow. Die Aufzeichnungen des Andreas Flemming. Halle-Leipzig 1982.
Poesiealbum 181. Berlin 1982;
Seit in Gespräch wir sind. Forli,
Italien 1984;
Seedorn. Tagebucherzählung.
Halle-Leipzig 1985;
Losgesprochen. Gedichte aus drei Jahrzehnten. Hrsg. von Gerhard Wolf.
Leipzig 1986;
Wegscheide. Tagebuch. Halle-Leipzig 1988;
Nachtwache. Tagebuch aus dem Kriege Sizilien 1943. Halle-Leipzig 1989. Ostseetagebücher (Sanddornzeit, Swantow, Seedorn). Halle-Leipzig 1990;
Mater terra, Umweltoratorium für Soli, Chor und Orchester. Musik: Rainer Hrasky, Text: Harms Cibulka. UA Dresden 1990;
Thüringer Tagebücher (Liebeserklärung in K., Dornburger Blätter, Wegscheide).
Leipzig 1993;
Am Brückenwehr. Zwischen Kindheit und Wende. Leipzig 1994;
Die Heimkehr der verratenen Söhne
Leipzig 1996;
Tagebuch einer späten Liebe. Leipzig 1998;
Sonnenflecken über Pisa.Leipzig 2000.
Nachdichtungen
(Carek/Zabransky: Kinderfreuden. Berlin 1957; Frantisek Hrubin: Wieviel Sonnen stehn am Himmel. Berlin 1970.
Herausgaben
Adalbert Stifter: Briefe und Albumblätter. Weimar 1957; Anthologie schreibender Arbeiter. Gotha 1964.
Über Autor und Werk
Leistner, Bernd: CibulkasTagebücher. In: Weimarer Beiträge 1978, H. 9.
Stade, Heinz/Cibulka, Hanns:Auf dem Hög bei Tambach. Gespräch. In: Thüringer Allgemeine, 18.4.1992;
Heydrich, Harald: Veröffentlichtes Leben. Anmerkungen zum Werk Hanns Cibulkas. In: Palmbaum. Literarisches Journal aus Thüringen. 1993,
Gerstmann, Günter/Cibulka, Hanns: „Ich glaube an das spirituelle Zeitalter, Gespräch
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