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3. Fachtagung "Schulen und Bibliotheken - Lotsen in der Informationsflut"

07.03.2012  - 09:00 Uhr

08.30 – 09.00 Uhr        Ausstellungsbesichtigung und Anmeldung
09.00 – 09.45 Uhr        Eröffnung

Poetry Slam / Wehwalt Koslovsky, Theresa Hahl und Julian Heun

Grußworte
Herr Christoph Matschie - Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Frau Dr. Annette Kasper - Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen im Deutschen Bibliotheksverband e. V.

09.45 – 10.00 Uhr        Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
10.00 – 11.00 Uhr        Lesen im neuen Jahrtausend

Timo Reuter / Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, Mainz

11.00 – 12.00 Uhr    Weiß Hans denn nie genug? – Die Rolle der Bibliotheken in der Informations- und Wissensgesellschaft

Birgit Lücke - Vorsitzende der Kommission Bibliothek und Schule im Deutschen Bibliotheksverband e. V.

12.00 – 13.00 Uhr        Mittagspause
13.00 – 14.15 Uhr        Seminare (Runde 1)
14.30 – 15.45 Uhr        Seminare (Runde 2)

Seminarangebote

Runde 1 (13.00 – 14.15 Uhr)


1    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: „ProLesen Thüringen“

Edeltraud Hein-Awick, Bad Tennstedt; Anja Mohr, Gera. Sie sind mit der Leseleistung Ihrer Schüler im Unterricht unzufrieden, obwohl Sie sich viel Mühe geben? In unserem Workshop erfahren Sie was Lesekompetenz überhaupt bedeutet, wie Sie das Textverständnis Ihrer Schüler verbessern und welche Vorteile „ProLesen Thüringen“ Ihnen in diesem Zusammenhang bietet.

2    Bibliothekssoftware – kluge Lösungen für Ihre Schulbibliothek Paidosoft

Albrecht Schmitt, Sindelfingen „Ps-biblio ist eine innovative und benutzerfreundliche Bibliothekssoftware, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Bibliothek einfach, zeitsparend und kostengünstig zu verwalten. Sie wird von mehr als 1.300 Schulen und Bibliotheken erfolgreich eingesetzt.“ Perpustakaan Christoph Müller, Stuttgart „Unsere Bibliothekssoftware bietet alle Vorteile der modernen Bibliotheksverwaltung: schnelle Suchfunktionen, bequeme Ausleihe/Rückgabe per Barcode, viele Kontroll- und Verwaltungsoptionen – bis zum Mahnschreiben an säumige Leser. Einfach. Praktisch. Preiswert. Machen Sie sich selbst ein Bild.

3    Ein Tropfen Hilfe ist besser als ein Ozean voll Sympathie - Mehrsprachigkeit in der Schule, im Hort und im Kindergarten.

Anna Uslowa, Kindersprachbrücke e.V., Jena. Lesementoren und Lesepaten - ein Angebot für Schulen und Kitas in Jena. Heidi Kästner, Tausend Taten e.V., Jena.  Vorgestellt werden Projekte, die durch freiwilliges Engagement die individuelle Sprach- und Leseförderung für Kinder verschiedenster Alterstufen ermöglichen. Nachahmungen sind ausdrücklich erwünscht!!

4    Märchen (k)ein Lesestoff für Jungen? Zur Bedeutung der Auswahl von Texten und deren Illustrationen für eine geschlechtsspezifische Leseförderung

Dr. Monika Plath, Universität Erfurt/FB Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse praktischer Erprobungen sollen zeigen, dass die Lesemotivation der Jungen im Grundschulalter ganz entscheidend von der Auswahl der Texte und dem didaktisch-methodischem Zugang zu ihnen ausgelöst bzw. gefördert werden kann. Im Mittelpunkt des Seminars steht dabei das große Potential von ästhetisch anspruchsvollen Bildern und Illustrationen für die geschlechtsspezifische Leseförderung.

5    Liest du schon oder suchst du noch? Vorstellung von aktueller Jugendliteratur (ab Klasse 7)

Elke Kolb, Stadt- und Regionalbibliothek Gera. Die Auswahl an aktuellen Lesestoffen ist riesig, da fällt eine Auswahl oft schwer. Als Bibliothekarin kennt man die Geschmäcker und Vorlieben jugendlicher Leser wohl am besten und kann nützliche Empfehlungen geben.

6    Leseförderung Netzwerk Zella-Mehlis (ausgezeichnet mit dem Thüringer Bibliothekspreis 2011)

Andrea Pfützsch, Stadt- und Kreisbibliothek Zella-Mehlis. Zum Lesen motivieren (Sommerleseclub Leseratte, Durch Lesen Punkten, u. a.) Andrea Jäger, Gemeindebibliothek Marksuhl. Marina Glöckner, Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt. Vorgestellt werden verschiedenartige Aktivitäten und Projekte zur Förderung von Lese- und Medienkompetenz, die die individuelle Sprach- und Leseförderung für Kinder verschiedenster Alterstufen ermöglichen. Nachahmungen sind ausdrücklich erwünscht!!

7    Online-Medien und mehr - Angebote zur Förderung der Medienkompetenz durch Medienzentren und das Thüringer Schulportal. Das Online-Medien-Projekt im Medienzentrum des Landkreises Gotha. Johanna Theurich, Medienzentrum Gotha

Vorstellung des Projektes von den technischen Voraussetzungen an der Schule und der Passwortvergabe über die Kaufberatung in Zusammenarbeit mit Fachberatern und Lehrern bis zum Abruf der Filme per Internet im Klassenzimmer. Das Thüringer Schulportal Bernd Kittlaus, Thillm Bad Berka. Das Thüringer Schulportal präsentiert sich als Arbeitsplattform für alle, die an der Ausgestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit in Thüringen aktiv mitwirken. Zur Unterstützung der Schulen werden modernen Informations- und Kommunikationsmedien angeboten und vielfältige Unterrichtsmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer bereitgestellt. Uwe Klemm, Medienzentrum Jena

8    Ohren spitzen. Zuhör- und Leseförderung in Hörclubs - Volker Bernius, Stiftung Zuhören/Hessischer Rundfunk


Im Workshop wird über die Arbeit und Ziele der Hörclubs informiert: Methoden der Zuhörförderung werden praktisch und spielerisch erprobt. Materialien aus der HörSpielBox der Stiftung Zuhören (Hörspiele, Klangrätsel, Übungen) werden vorgestellt und durchgeführt.

9    Unsere Schulbibliothek AG Bücherwürmer (ausgezeichnet mit einer Anerkennung des DBV 2011)

Renate Brodmann & Schüler, Regelschule „Lorenz Kellner“ Heiligenstadt. Getreu ihrem Motto „Von Schülern für Schüler“ stellen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ihre Arbeit in der Schulbibliothek selbst vor. Zur Beantwortung der „erwachsenen“ Fragen, z. B. zu Organisation und Finanzierung steht die Leiterin gern zur Verfügung. Wir retten ein Buch. Markus Brink, Gymnasium „Am weißen Turm“ Pößneck. Vorstellung eines zweijährigen Projektes zur Übertragung heimatlicher Sagen aus der Frakturschrift in die Antiqua und zur Gestaltung ausgewählter Sagen als Comic, Manga und Szenenfolge.

10    Lernen. Lesen. Leben: Wie Schule und Bibliotheken im Projekt nelecom gemeinsam magische Momente, euphorische Entdecker und gruselige Gestalten erschaffen.


Sabine Kessler, Julia Lieder, Erfurt. Tausend Kinderlachen aus strahlenden Augen: tausendfach Freude, Neugier und Entdeckertum, tausend Interessen und tausendfach Kreativität. Tausend Weisen zu spielen, zu bauen, neugierig die Welt zu entdecken, mit Spannung zu erkunden, allmählich zu begreifen; sich zu erproben, zu experimentieren …tausend mal neu und immer anders. Die Nutzung sozialraumbezogener Strukturen in der Stadt Erfurt durch die Zusammenarbeit von Ganztagsschule und Bibliotheken im Rahmen des Projektes nelecom: neue Lernkultur in Kommunen steht in dieser Präsentation im Vordergrund. Es soll aufgezeigt werden, dass Schule keine Insel ist und die Nutzung des kommunalen Bibliotheksnetzwerkes neue Chancen zur individuellen Förderung bietet. Bibliotheken leisten mit ihren differenzierten Angeboten einen unverzichtbaren Beitrag zur Begleitung von Bildungseinrichtungen und deren Übergänge sowie zur durchgängigen differenzierten Förderung. Handlungspraktische Beispiele geben einen Einblick in bestehende Projekte.
 
Seminare Runde 2 (14.30 – 15.45 Uhr)

11    Netzwerke knüpfen- Chancen nutzen. Das Netzwerk SchuBiNet und seine Projekte (Arbeitskreis Schulbibliotheken, Buchpatenschaften für Jenaer Schulbibliotheken, …)

Angela Galle, Ernst-Abbe-Bücherei Jena. Seit 2006 arbeiten wir im Netzwerk intensiv mit Grundschulen, Regelschulen, Berufsschulen, Gymnasien und Kindergärten zusammen. Wir bieten an: Mitmachprogramme, Vorlesestunden, themenorientierte oder spielerische Bibliothekseinführungen, Unterstützung von Seminarfach- und Projektarbeiten, Recherche-Kurse und Buchvorstellung von Kinder- und Jugendliteratur, Medienkisten/-pakete, Lehrerführungen und Elternabende, Lesetüten für Erstklässler. Unsere Erfahrungen geben wir gern weiter!Auf ins Abenteuer Vorlesewettbewerb! Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 alljährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und sonstigen kulturellen Einrichtungen durchgeführt. Rund 700.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr bundesweit. Die traditionsreiche Leseförderungsaktion möchte Kinder dazu ermuntern, sich mit erzählender Kinder- und Jugendliteratur zu beschäftigen. Leselust und Lesespaß stehen dabei im Mittelpunkt.

12    Schullesungen als Baustein zur Förderung der Leselust und zur Entwicklung der Lesekompetenz


(Nutzung von Kreativpotentialen durch die Einbeziehung von Schriftstellerinnen und Schriftstellern in den Schulunterricht und die Bibliotheksarbeit) Dr. Jens Kirsten, Thüringer Literaturrat; Hubert Schirneck, Autor. 1. Lesung des Schriftstellers Hubert Schirneck 2. Referat Dr. Jens Kirsten über o. g. Themazzgl. Informationen über Förderungsmöglichkeiten, Projekte, Institutionen, Beratungsmöglichkeiten, Zahlen und Fakten 3. Bericht des Schriftstellers Hubert Schirneck über seine Erfahrungen bei Schullesungen, über Methoden erfolgreicher Lesungen und Workshops, Vor- und Nachbereitung für Lehrerinnen und Lehrer 4. Diskussion

13    „Von der Idee zum Buch - Kreativwerkstatt zum Büchermachen“ ein fächerübergreifendes Projekt in Zusammenarbeit von Schule und Bibliothek

Petra Werner, Bibliothek Eisenach. Ulrike Trampenau, Regelschule „Geschwister Scholl“ Eisenach. Schüler erleben Schritt für Schritt, wie ein Buch entsteht und welche Berufe daran beteiligt sind. Sie schlüpfen selbst in die Rolle der einzelnen Beteiligten und am Ende gilt es, das Buch als „Autorenteam“ auf einer Pressekonferenz zu präsentieren.

14    Poetry Slam – lebendige Vermittlung von Literatur. Wehwalt Koslovsky, Theresa Hahl, Julian Heun

Nach einem kurzen Ausflug in die Geschichte des Poetry Slam erfahren Sie im Seminar Näheres zu pädagogischen Inhalten und Schwerpunkten. Es werden verschiedene Modelle zur Integration in den Unterricht vorgestellt.

15    „Im Internet gibt´s alles!?“ Die Rolle der wissenschaftlichen Bibliotheken in Thüringen bei der Vermittlung von Informationskompetenz an Lehrer und Schüler.

Katrin Richter, UB Weimar/AG Informationskompetenz der wissenschaftlichen Bibliotheken Thüringens. Ausgehend von den Projekten „Wissen erobern“ und „Wissen vermitteln“ werden die Aufgaben und Funktionen der AG Informationskompetenz der Wissenschaftlichen Bibliotheken in Thüringen sowie die deutschlandweiten Standards der Informationskompetenz bei Schülern vorgestellt. Eine praxisnahe Einführung in Bibliothekskataloge und Datenbanken zielt auf die Unterstützung der LehrerInnen bei der Vermittlung vorn Wissenszugängen in der täglichen Arbeit.

16    Märchen sind Kinderkram? Märchen für viele Altersstufen in der Schule im Grimm-Jahr 2012

Dr. Kathrin Pöge-Alder, Friedrich-Schiller-Universität Jena. Traditionelle populäre Märchen haben in unserer Vorstellung die Gestalt und Form der Märchen der Brüder Grimm. Sie sind 1812 erstmals erschienen. 2005 wurden sie von der UNESCO als Memory of the World anerkannt, sind also international ein Erbe, das es zu pflegen und zu fördern gilt. Der Vortrag beleuchtet, ob Märchen „Kinderkram“ sind und wenn ja, welche. Welche Märchen eigenen sich für welches Alter? Warum empfinden einige diese traditionellen Märchen als etwas Kindisches und warum empfiehlt Bruno Bettelheim „Kinder brauchen Märchen“? Andere dagegen sehen Märchen als Lebenshilfe an? Auf diese Fragen werden anhand von Beispielen aus der Grimm-Sammlung Antworten gesucht. Dazu dienen bekannte Märchen und unbekannte. Im Anschluss ist eine Diskussion und ein reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch möglich.Informationen zum Thüringer Märchenprogramm. Nancy Hünger, Autorin. Dana Kern, Kulturreferentin Meiningen

17    Faszination Kinderfilm Der Kinderfilm als Ausgangspunkt, ein Buch zu entdecken – Beispiele und Überlegungen, wie Filmbegeisterung Lesefreude wecken kann.

Frank Röhrer, Landesfilmdienst Thüringen e. V., Zentrum für Medienkompetenz und Service. Neben der Fähigkeit Lesen zu können, ist die Frage nach der Motivation, der Lese-Lust oder -Freude eine oft gestellte. Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit Verbindungen zwischen Lektüre und Film und ihrer Leselust stiftenden Funktion auseinander. Welche aktuellen und klassischen Beispiele gibt es, filmisches Erleben mit Lesen zu assoziieren? Es werden methodisch/didaktische Anregungen gegeben, wie Film (rezeptiv und aktiv) Eingang in den Unterricht finden kann, nicht zuletzt um Leseaktivitäten zu initiieren.


 


Ort:
Friedrich Schiller Universität 07743 Jena, Carl-Zeiss-Straße 3

 

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