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Literaturtage

Nicol Ljubic, Ijoma Mangold, Artur Becker und Selim Özdogan lesen aus: "Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit"

23.06.2012  - 17:30 Uhr

"Weil jeder Fremde, der sich fremd fühlt, ein Fremder ist und zwar so lange, bis er sich nicht mehr fremd fühlt, dann ist er kein Fremder mehr."

Karl Valentin

Die Fremden Siebzehn deutsche Schriftsteller erzählen von ihren Erfahrungen in einem Land, das sie Heimat nennen. Sie heißen Ljubic, Bánk, Müller, Gorelik, Barbetta oder Özdogan. Sie sind Deutsche, aber man nennt sie 'Deutsche mit Migrationshintergrund'. 16 Millionen waren es im Jahr 2009, das sind etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung. In der Anthologie "Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit!" äußern sich prominente Literaten unter ihnen zur Debatte über Heimat, Herkunft und ihre Identität. 'Deutsche mit Migrationshintergrund' - häufig ist diese Phrase in der letzten Zeit zu hören gewesen, genauso häufig ist sie fälschlicherweise aber auch mit Begriffen wie Ausländer oder Zuwanderer gleichgesetzt worden.

Dabei besitzen laut der Definition des Statistischen Bundesamt nicht nur in einem fremden Land Geborene einen Migrationshintergrund, auch den in Deutschland geborenen Kindern deutscher Eltern wird dieses Attribut unter bestimmten Umständen zugeschrieben. Das mag kompliziert klingen, ist es manchmal aber auch.

Es ist dieses nicht immer einfache Leben zwischen zwei Welten, zwischen Heimat und Fremde, in das uns die Autoren der Anthologie "Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit!" einen persönlichen Einblick gewähren. Sie erzählen von ihrer Suche nach der eigenen Identität und Geborgenheit in einem Land, in dem sie oder ihre Eltern als Fremde eintrafen und als Angekommene blieben. Ein Land, das sie Heimat nennen.

Von vier dieser außergewöhnlichen Lebensgeschichten wird auf der Literatur- und Kunstburg Ranis zu hören sein, wenn die Literaten Nicol Ljubic, Ijoma Mangold, Artur Becker und Selim Özdogan aus ihren Beiträgen zu der Anthologie "Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit!" lesen und sich den Fragen des Publikums stellen.

Bücher können viel bewegen - dieses ist ein Plädoyer für einen neuen Blick auf das, was uns fremd erscheint.


Ort:
Burg Ranis

 

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