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Literaturtage

Jenny Erpenbeck liest aus: Aller Tage Abend

27.05.2013  - 19:30 Uhr

© Katharina Behling

Wie lang wird das Leben des Kindes sein, das gerade geboren wird? Wer sind wir, wenn uns die Stunde schlägt? Wer wird um uns trauern? Jenny Erpenbeck nimmt uns mit auf ihre Reise durch die vielen Leben, die in einem Leben enthalten sein können. Sie wirft einen scharfen Blick auf die Verzweigungen, an denen sich Grundlegendes entscheidet. Die Hauptfigur ihres Romans stirbt als Kind. Oder doch nicht? Stirbt als Liebende. Oder doch nicht? Stirbt als Verratene. Als Hochgeehrte. Als von allen Vergessene. Oder doch nicht? Meisterhaft und lebendig erzählt Erpenbeck, wie sich, was wir »Schicksal« nennen, als ein unfassbares Zusammenspiel von Kultur- und Zeitgeschichte, von familiären und persönlichen Verstrickungen erweist. Der Zufall aber sitzt bei alldem »in seiner eisernen Stube und rechnet«.
»Ein literarisches Ereignis in diesem Bücher- herbst« (MDR FIGARO)

Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Berlin (DDR) geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Buchbinderlehre, bevor sie 1987 ein Theaterwissenschaftsstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin aufnahm. 1989 wechselte sie an die Berliner Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, um dort Musiktheaterregie zu studieren. Seit 1995 arbeitet sie als Regisseurin und Schriftstellerin. Sie debütierte 1999 mit »Geschichte vom alten Kind«. Zuletzt feierte sie mit »Heimsuchung« einen großen, auch internationalen Erfolg bei Publikum und Kritik. 2002 erhielt sie den Preis der Jury beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb für die Erzählung »Sibirien« und 2013 den Schubart-Literaturpreis. Jenny Erpenbeck lebt mit ihrem 2002 geborenen Sohn in Berlin. Zuletzt erschienen: Dinge, die verschwinden, Galiani, 2009; Aller Tage Abend, Knaus Verlag, 2012.

Veranstalter:

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung des Freistaats Thüringen.

 

Ort:
Bibliothek Rudolstadt

 

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