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Literaturtage

Lyrik im Konzert

mit Marion Poschmann, Andreas Altmann, Annerose Kirchner und Christian Rosenau (Gitarre)

18.06.2011  - 17:00 Uhr



Andreas Altmanns neuer Gedichtband zeugt auf eindrucksvolle Weise von der poetischen Kraft eines Dichters, dessen Themen Vergänglichkeit, Liebe, Fremde und nicht zuletzt die Natur sind. Das zweite Meer zeigt ihn auf der Höhe seines Wirkens. »Einfallsreichtum, eine fast magische Bildkraft, sprachliche Dichte, eine Vielzahl von  Themen zeichnen die Lyrik von Andreas Altmann aus, Bewusstseinssprünge, Risse, Brüche prägen die Gedichtstruktur, führen zu Überraschungsmomenten, der poetische Ablauf wird durch eigenwillige Wendungen und Fügungen immer wieder abgebrochen und erneuert, es ist ein Auf und Ab, ein Schwebezustand, welche die unverkennbare, faszinierende Handschrift dieses Dichters ausmachen. Ein Markenzeichen ist auch der leise, unaufdringliche,  zurückhaltende Ton, in dem die Gedichte gehalten werden.«(Franz Hodjak, 2009)

In ihrem neuen Gedichtband Geistersehen nähert sich Marion Poschmann über das Sichtbare dem Unsichtbaren: der Leere, der Zeit, den Gründen und Abgründen des Ich. Dabei nutzt sie die Vielschichtigkeit der Wahrnehmung aus und geht bis zu den  Grenzen, zu denen der Einzelne mittels der Macht der Einbildungskraft vordringen kann. Ihr lyrisches Ich begibt sich an den Punkt der Unschärfe und beobachtet von dort, wie Wirklichkeit entsteht und sich wieder auflöst. In spielerischer Anlehnung an die Tradition des poeta vates widmet sie sich der Betrachtung von Kräuterbüchern, Renaissance-Portraits oder dem »Wiedehopf auf Truppenübungsplätzen«; sie entwirft flirrende Verse für bislang Ungesehenes, etwa »das Nivea-Gefühl« oder  »Minusmengen«, und sie findet strenge Formen für Flüchtigstes wie Dampf, Glanz, Schall und Rauch. Ihre Gedichte handeln vom Überschwang der Bilder und von dem, was diese Bilder verdecken. 

Die Gedichte von Annerose Kirchner haben das Ganze im Blick und in der Erinnerung und stoßen manchmal in jene Bereiche vor, in denen aus dem Komplizierten, aus dem Komischen und Tragischen eine verborgene Harmonie entsteht, die alles bewahrt und gerade darin den tiefsten Sinn findet. Die Gedichte kommen erstaunlich gut miteinander aus, weil sie in Bewegung sind, den Leute nahe und den Dingen, nach denen sie suchen wie nach dem eigenen Ich: in einem unverhofften Augenblick, der zu leuchten beginnt: »Du kannst kommen und gehen, / die einfachen Dinge von ihrer Stelle bewegen. Wort gegen Wort setzen.« Wolfgang Trampe

Foto A. Altmann: Kristiane Spitz; Foto M.Poschmann: Frank Mädler

Abendveranstaltung 16.6. (Vernissage u. Lesung) : erm. 9,00 €/  10,00 €

Poetry Slam – 17.6.: 8,00 €/ erm. 6,00 €

Tageskarte Samstag – 18.6.: 17,00 €/ erm. 15,00 €/

Tageskarte Sonntag – 19.6.:10,00 €/ erm. 8,00 €

Lesung Dieter Moor: 13,00 €/ erm. 11,00 €

Literarischer Brunch – 19.6. (inkl. alkoholfreie Getränke):  17,00 €

Konzertlesung – 19.6. Thekla Carola Wied:  15,00 €/ erm. 13,00 €

Einzelkarte Lesung: 7,00 €/ erm. 5,00 €


Ort:
Burg Ranis

 

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