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Literaturtage

MDR FIGARO Lesecafé - Zu Gast bei Michael Hametner ist die Schriftstellerin Irina Liebmann mit ihrem neuen Buch »Drei Schritte nach Russland«

Musik: Stephan König

23.06.2013  - 16:00 Uhr

© Ursula Kelm

»Russland, das Land, das sich einmal die Errichtung einer neuen Welt vorgenommen hatte und nun in den Trümmerstücken davon allein dasteht. Russland, das Land meiner Mutter, und als sie gestorben war, bin ich hingefahren ...« Irina Liebmann stellt sich in diesem Buch eine so einfache wie herausfordernde Frage: Was ist Russland? Siebzig Jahre lang kannte die Welt nur die Sowjetunion, ihre Politik, ihre Kultur – dort, wo einst das Zarenreich gewesen war. Nun ist die Sowjetunion verschwunden, an ihrer Stelle ist Russland erschienen, aber was ist Russland? Diese Frage führte Irina Liebmann in den letzten Jahren drei Mal zurück in das Land, in dem sie geboren wurde, das Land ihrer Mutter. Nur einer Schriftstellerin vom Format Irina Liebmanns gelingt es, sich so auf Orte einzulassen, ob die gegenwärtigen oder bereits untergegangenen, dass schon der Rhythmus ihrer Sprache, die Auswahl an Beobachtungen und Begegnungen, jene große diagnostische Kraft entfaltet, wie wir sie von den Reiseschriftstellern der Weltliteratur kennen.

Irina Liebmann wurde in Moskau geboren. 1945 kehrte die Familie nach Deutschland zurück und ließ sich in Ost-Berlin nieder. Studium der Sinologie in Leipzig. 1967–1975 war sie Redakteurin bei der Zeitschrift Deutsche Außenpolitik; ab 1975 schrieb sie Reportagen für die Ost-Berliner Wochenpost, Hörspiele und Prosa. Zuletzt erschienen: Drei Schritte nach Russland. Eine Reise, Berlin Verlag, 2013; Das Lied vom Hackeschen Markt. Drei politische Poeme, Hanani Verlag, 2013.


Ort:
Burg Ranis

 

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