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Literaturtage

Jutta Voigt liest aus: Spätvorstellung

12.06.2013  - 19:30 Uhr

© Milena Schlösser

Die brillante Feuilletonistin Jutta Voigt zeigt uns, was es heißt, jung zu bleiben, während man älter wird. Sie erzählt von der tröstlichen und schmerzhaften Identifikation mit der Jugend, die den Bogen des Lebens bis zum Zerreißen spannt. Berichtet wird »Aus dem Leben einer älteren Dame«: »Wenn ich ein Café betrete, verstummt kein Gespräch, ist kein Auge auf mich gerichtet. Ich finde das in Ordnung. Ich habe es lange genug gehabt, das Strammstehen vor meinem Dekolleté, ..., das ehrfürchtige Verstummen vor einem Lächeln.« Es geht um eine Frau, die ihre Waschmaschine mehr liebt als ihren Mann. Um einen, der seine junge Geliebte für eine Gleichaltrige verlässt, weil sie denselben Subtext in der Seele hat. Die Spätvorstellung einer Generation, der die ewige Jugend zur Pflicht geworden ist.»Ein starkes Buch und so schön offensiv. Das ist der Humor, den man zum Weiteraltern braucht!« Dieter Hildebrandt

Jutta Voigt ist in Berlin geboren. Nach dem Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität arbeitete sie als Redakteurin, Essayistin und Kolumnistin bei den Wochenzeitungen Sonntag, Freitag, Wochenpost und Zeit. 2000 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis. Zuletzt erschienen: Westbesuch. Vom Leben in den Zeiten der Sehnsucht, Aufbau Verlag, 2009; Spätvorstellung, Aufbau Verlag, 2012.


Ort:
Stadtbibliothek Neustadt a. d. Orla

 

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