« zurück
 
Literaturtage

Lyrik im Konzert

es lesen Wulf Kirsten, Katrin Marie Merten und Ulrike Almut Sandig, musikalische Begleitung Grita Bühler (Cello)

19.06.2010  - 18:00 Uhr



Katrin Marie Merten legt mit ihrem Debüt eine Sammlung erstaunlicher Gedichte vor. Gegliedert in die Kapitel »Stadt«, »Schlaf«, »Takt«, »Raum« und »Wach« erschließt sie mit ihren Texten die Orientierung des Subjekts im Raum. Oft sind es nur leichte Bewegungen, die sich in musikalischen Wortkombinationen spiegeln – Innenansichten zwischen Traum und Wachen, wobei die Grenzen zwischen Innen und Außen fließend sind. Formell nachvollziehbar auch an den wandernden Gedichttiteln, die mal oben, unten oder in der Mitte stehen. »Salinenland« wird vorstellbar als Ort zwischen Nacht und Tag, wo Salz aus Träumen gewonnen wird und »das schwebende Licht« von der Erwartung auf Kommendes kündet.Vom Schwebezustand ausgeschlossen bleibt einzig die Sprache: »wenn Körperkonturen zu weichen beginnen / und plötzlich sicher ist, / dass nichts bleibt, / als das, was in Sätzen geschlossen zitiert«.

Ulrike Almut Sandig »Sie ist eine Verwandlungskünstlerin, die in die Welt schaut und dem, was ihr unterkommt, etwas Fremdes, Ungewohntes, auch Rätselhaftes abgewinnt. Die Märchenwelt ist ihr nahe, in der die dunklen, verborgenen Seiten der Seele kurzfristig die Oberhand gewinnen und der Vernunft elegant ein Schnippchen schlagen. »meine freundin ist einsam wie ich.« So persönlich vermag diese Autorin zu klingen, und doch wird sie nie privat. Sie verschlüsselt Erfahrungen, sie arbeitet mit Aussparungen und Andeutungen, um so einen Raum zu öffnen, in dem für mehr Menschen Platz ist als nur für dieses eine verlorene lyrische Ich. Der Leser kann sich hier nicht zurückziehen als der kühle Beobachter fremden Lebens, er soll zu sich selbst kommen.« Anton Thuswaldner

 

Wulf Kirsten »Wie er die Naturpoesie entsüßt, sie borstig und rauh macht, so verhilft er überhaupt der glattgekämmten Sprache wieder zu ihrem natürlichen Wuchs, beutelt und walkt das eingeschliffene Deutsch.« Walter Hinck, FAZ, 21.06.04

»Man meint, die Gräser und Kräuter, die Feuchtigkeit, die aus dem Boden steigt und die Pollen, die durch die Luft fliegen, zu riechen. Man spürt den weichen Matsch plumpsen, lauscht dem Rascheln des Röhrichts, sieht die Fische blitzen und vor allem: Man hört zwischen den Wörtern die Stille der Natur.«

Tobias Lehmkuhl, Berliner Zeitung, 21.06.04

_______________________________________

19./20.6.Tageskarte je 15,00 € /erm. 13,00 €

Einzelkarte Lesung 7,00 €/ erm. 5,00 €


Kinder bis 6 Jahre: freier Eintritt; ermäßigungsberechtigt sind:

Schüler, Auszubildende, Studenten, Rentner, Arbeitslose,

Sozialpassinhaber, Schwerbeschädigte


Ort:


 

« zurück