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Rechte: Wenzel - Thomas Neumann, Dennis Gastmann - privat, Lutz Seiler - Harald Wenzel-Orf, Demian Kappenstein - Michael Kretzschmar

Die nächsten Veranstaltungen:

Juni  2016

02
Donnerstag
19:30 Uhr
Literaturtage
Es erzählt Antje Horn; musikalisch begleitet von Kay Kalytta (Multipercussionist) und Klaus Wegener (Saxophon; Klarinette)
Stadtbibliothek Rudolstadt, Schulplatz 13, Rudolstadt
 
05
Sonntag
16:00 Uhr
Sind im Garten
Schillerhaus Rudolstadt, Schillerstraße 25, 07407 Rudolstadt
 
 

Neuigkeiten

Abrechnung mit dem Extremismus: Der Friedenspreisträger Boualem Sansal in Thüringen!

Wie groß ist die Bedrohung, die der radikale Islam für die Welt darstellt? Am 09.06.2016 kommt einer der gefragtesten Gesprächspartner zu diesem Thema erstmals nach Thüringen. Der algerische Autor Boualem Sansal, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, wird auf Burg Ranis die Thüringer Literaturtage eröffnen.

Sansal hat die Auswüchse des Islamismus selbst erfahren. Die „Islamische Heilsfront“ stürzte Algerien in den 90er Jahren in einen Bürgerkrieg – wovon sich das Land bis heute nicht erholt hat. In seiner Heimat ist er ein verbotener Autor, der um sein Leben fürchtet. Und obwohl er seinen muslimischen Glauben nicht abgelegt hat, warnt Sansal unermüdlich vor den radikalen Auswüchsen des Islam. In der New York Times spricht er von der „surrealen Entstehung des Islamischen Staats“. In der Zeit hinterfragt er die deutsche Flüchtlingspolitik.

Zuletzt erschien sein Roman „2048“, in Frankreich bereits ein Bestseller, der nun auf Deutsch vorliegt. Darin entwirft er – angelehnt an Georges Orwells „1984“ – die finstere Vision einer religiösen Weltdiktatur, die unverkennbar die Züge des Islamismus trägt. Mit diesem glänzend geschriebenen Buch erweist sich Sansal einmal mehr als scharfsinniger Be-obachter der Weltpolitik. Er will seiner Analyse des Islams und dessen radikaler Auswüchse Gehör verschaffen. In der Hoffnung, dass sich seine Zukunftsprognosen nicht bewahrheiten.

Die Veranstaltung auf Burg Ranis am 09.06.2016 ist als eine Mischung aus Lesung und Gespräch angelegt. Boualem Sansal wird sich mit der FAZ-Redakteurin Sandra Kegel und dem Publikum unterhalten, seine Erfahrung schildern, Fragen beantworten. Zur Einführung spricht der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Karten gibt es für € 8,- / € 6,- bei der Jenaer Tourist-Information, unter 0152-23729880, tickets@lesezeichen-ev.de, Buchhandlung am Markt Pößneck, Museum Burg Ranis.

In der Zwischenzeit: Poesie - mit Ulrich Zieger

Die zweite Folge unserer Video-Reihe "In der Zwischenzeit: Poesie" - mit Aufnahmen von Ulrich Zieger, der nicht nur ein großer, ein unverwechselbarer Dichter war, sondern auch ein wunderbarer Mensch. Wir denken oft an ihn. Dieses Video zeigt sowohl seine Herzlichkeit, als auch seine Poesie.

Raniser Debüt

Der Lese-Zeichen e.V. bietet schreibenden Newcomern eine besondere Chance, die literarische Bühne zu betreten. Autorinnen und Autoren, die eine vielversprechende Erstveröffentlichung vorbereiten, können sich für das Raniser Debüt bewerben. Den ausgewählten Autor begleitet ein erfahrener Verlagslektor neun Monate lang bei der Arbeit an einem Manuskript. Während des Monats Juli kann der Autor kostenfrei in einer Wohnung auf Burg Ranis leben und konzentriert arbeiten. Der Autor/die Autorin führt außerdem einen Blog über das Projekt. Anschließend publiziert der Lese-Zeichen e.V. den Text in Buchform und als ebook. In zwei honorierten Lesungen wird das Ergebnis der Öffentlichkeit vorgestellt.
Diese Förderung des literarischen Nachwuchses wird von der Kreissparkasse Saale-Orla gestiftet.

Das fertige Manuskript wird bis 30. Juli des Folgejahres abgeliefert und sollte den Umfang von 150 Seiten nicht überschreiten. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung. Unter Ausschluss des Rechtsweges wählt eine Jury die Autorin oder den Autor aus dem Kreis der Bewerber aus. Die Wahl wird im September bekannt gegeben.

Für das Raniser Debüt können sich alle Autorinnen und Autoren bewerben, die über 18 Jahre alt sind, in deutscher Sprache schreiben und noch keine eigenständige Buchveröffentlichung vorzuweisen haben.  Es gibt keine Beschränkung der literarischen Genres, Stile, Formen.

Autorinnen und Autoren, die sich für das Raniser Debüt bewerben möchten, schicken bis zum 15. Juli ihren Lebenslauf, eine Liste bisheriger Veröffentlichungen und eine Textprobe bis höchstens 20 Seiten an:

Lese-Zeichen e.V. , Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena
E-Mail: ranis@lesezeichen-ev.de

Thüringer Literaturtage 2016 - "Nächster Halt: Fremde Welt!"

Die Thüringer Literaturtage laden 2016 dazu ein, einen Blick in fremde Welten zu werfen. Sie wollen die Erfahrung des Fremdseins erkunden. Und sie stellen die Frage, was aus der Begegnung mit Fremdem entstehen kann.

Erleben Sie erstmals in Thüringen den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Boualem Sansal. Überzeugen Sie sich bei Selim Özdogan, dass man lachend und ernsthaft zugleich von Integration und Identität erzählen kann. Hören Sie von José Olivers Leben zwischen Andalusien und dem Schwarzwald – und Chaim Nolls Leben zwischen Berlin und der Wüste Negev. Lassen Sie sich von Dennis Gastmann in unentdeckte Länder führen – und von Wenzel nach Kuba und Nicaragua. Hören Sie bizarre Geschichten aus Asien, Belgien und Unterfranken vom früheren "Titanic"-Chef Thomas Gsella. Lauschen Sie Max Prosa, einem der beliebtesten jungen Musiker der deutschen Singer/Songwriter-Szene. Und erleben Sie die einmalige Literatur- und Musikperformance "Lyrik ist Happening" mit der Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer. Natürlich hält das Programm noch zahlreiche weitere Höhepunkte bereit. Begleiten Sie uns auf dieser Reise!

Das Programmheft ist ab sofort online!

Ein Nachruf auf Roger Willemsen von Grit Bärenwald, Mitglied des Lese-Zeichen e.V.

begann es mit „Gute Tage“ oder einem jener einfühlsamen und treffenden Interviews… oder bei der Moderation zur Lesung… oder als ich von seinen vielen Hilfsprojekten las… oder einfach nur im Gewürzgärtlein auf Burg Ranis?

und ich denke daran, wie er jenen Satz aus „Momentum“ bejahte:

„Weil ihm das Staunen vergeht, reist er.“… dabei ist ihm nie das Staunen vergangen, ein sensibles Anklopfen…

noch mehr ließe sich über Roger Willemsen aufzählen, ohne allumfassend das vielschichtige Wirken ganz zu würdigen… würde er es wollen?... er würde Fragen stellen, wie nur er sie stellen konnte, indem er berührte…

lese in seiner Widmung: „Blühen Sie“…, wünschte, er würde wiedererblühen…

im Namen des Lese-Zeichen e.V. verneige ich mich vor einem großen Literatur-, Musik- und Menschenfreund…

Lars Jongeblod erhält das "Raniser Debüt"

Zum zweiten Mal hat das Thüringer Büro für Literatur und Kunst „Lese-Zeichen e.V.“ in diesem Jahr die Autorenförderung „Raniser Debüt“ vergeben. Das Konzept ist einmalig in Deutschland. Bewerben dürfen sich Autorinnen und Autoren, die noch keine eigenständige Veröffentlichung vorzuweisen haben. Der Sieger erhält die Möglichkeit, ein Jahr lang mit dem erfahrenen Verlagslektor Helge Pfannenschmidt an einem Manuskript zu arbeiten, das anschließend publiziert wird. Gestiftet wird das „Raniser Debüt“ von der Kreissparkasse Saale-Orla.

Nachdem der erste Stipendiat Denijen Pauljevic soeben sein Buch „Der Wundenleser“ in Ranis und Jena dem Publikum vorgestellt hat, steht inzwischen fest, wer die Förderung in diesem Jahr erhält. Unter den rund 100 Bewerbern setzte sich der Berliner Autor Lars Jongeblod durch. Sein Manuskript „Der eine Schritt“ erzählt von drei Jungen an der Schwelle zum Erwachsenenalter, die nach dem Selbstmord eines Klassenkameraden zu einen „Roadtrip“ quer durchs Land aufbrechen.

Lars Jongeblod ist Diplom Kaufmann und studierte außerdem Psychologie, Spanisch und Philosophie u.a. in Hamburg und Havanna de Cuba. Erste literarische Erfahrungen sammelte er als Gast diverser Lesebühnen.

„Die Entscheidung fiel nicht leicht“, berichtet Ralf Schönfelder, Projekt-Manager des Lese-Zeichen e.V. „Es gab erneut viele Einsendungen auf hohem Niveau, die Jury musste sich mehrfach vertagen. Doch die Geschichte von Lars Jongeblod hat uns in ihren Bann gezogen – wir wollen wissen, was daraus entsteht!“ Das fertige Buch wird im Herbst 2016 erscheinen.

Ab sofort erhältlich: "Der Wundenleser" - das erste Raniser Debüt!

Denijen Pauljevics literarisches Debüt erzählt in glimmenden Sätzen von einem Trip durch Illusion und Wirklichkeit. Ein Leseerlebnis wie ein luzider Traum: 

Hinter den Toren eines Armeestützpunkts betritt der Erzähler in Denijen Pauljevi?s Geschichte eine sonderbare Parallelwelt. Er gehört zu den Statisten einer militärischen Übung, mit der Soldaten auf ihren Auslandseinsatz vorbereitet werden. Mal stellt er einen Bürgermeister dar, mal einen Heckenschützen. Dabei besteht sein eigentlicher Job darin, die gelähmte Ramona zu betreuen, die wegen ihrer Behinderung ein besonders realistisches Opfer abgibt. Und im Camp die geheimen Vertriebswege für Rauschmittel aller Art kennt. Während der Erzähler in immer neue Rollen schlüpft, wird seine eigene Identität unsicher. Er erinnert sich an seine Jugend in Serbien, an die Gewalt, die Drogen, den Krieg. Was anfangs den Dreharbeiten zu einem Actionfilm ähnelt, entwickelt sich zu einem destruktiven Spiel, in das sich der Protagonist von der fatalistischen Ramona hineinziehen lässt.

Das Buch ist ab sofort erhältlich bei Amazon (unter diesem Link) oder beim Lese-Zeichen e.V. - E-Mail für Bestellungen: ranis[at]lesezeichen-ev.de.

Wir danken der Stadt Pößneck, einem unserer vielen Partner, für die langjährige Unterstützung!

Andreas Berner erhält die Kulturnadel des Freistaats Thüringen

Thüringer Kulturnadel

Herr Andreas Berner erhält die „Kulturnadel des Freistaats Thüringen“ für sein ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender des Lese-Zeichen e. V.

Mit seinen Erfahrungen als Lehrer und Künstler gab und gibt er dem Lese-Zeichen e. V. konzeptionelle und praktische Impulse. Unter seinem Vorsitz wurde eine Kunstsparten übergreifenden Arbeit entwickelt. Das wird nicht nur mit den Programmen der Thüringer Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis sichtbar, sondern auch in der Thüringen weiten Arbeit des Vereins mit jährlich ca. 250 Veranstaltungen in 50 Orten. Bei aller Vielfalt der Vereinstätigkeit ist die Arbeit im ländlichen Raum sein theoretisches und praktisches Zentrum. Immer wieder bemüht sich Andreas Berner um eine Zusammenarbeit der Orte und Gemeinden. In dieser Hinsicht ist die Verbindung von Ranis und Krölpa beispielgebend. Das Programm der Burg Ranis und das des neuen Spielortes, der Pinsenberghalle in Krölpa, ergänzen sich trefflich und locken das Publikum aus nah und fern. Sein Engagement trägt somit wesentlich zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur im ländlichen Raum bei.

Neben dem Thüringer Kulturpreis wird seit 2014 eine "Kulturnadel des Freistaats Thüringen" an Einzelpersönlichkeiten vergeben, die sich durch herausragende ehrenamtliche Arbeit im Kulturbereich in Thüringen ausgezeichnet haben. Damit stärkt das Land die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in Thüringen. Dies ist auch eine der Zielsetzungen des "Kulturkonzepts des Freistaats Thüringen".

Die besondere Anerkennung für Kulturschaffende spiegelt sich auch im Design der Kulturnadel wider, die in Form eines Lorbeerblattes gestaltet ist. Lorbeer symbolisiert seit der Antike Ehre und Auszeichnung für Künstler, Wissenschaftler und Sportler und wird Apollon, dem Gott der Künste, zugeordnet. Der Entwurf stammt von Felix Lindner, einem international renommierten Thüringer Schmuckgestalter. Er wurde von einer Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Nerlich, Sprecher des Verbandes Bildender Künstler Thüringens, aus insgesamt 16 Vorschlägen ausgewählt. Das Thüringer Kulturministerium stellt alle eingereichten Vorschläge dem Erfurter Angermuseum für seine Sammlung zeitgenössischen Schmucks zur Verfügung.

 

"Wir schillern!" ist in die Endrunde des Wettbewerbes "Kinder zum Olymp!" der Kulturstiftung der Länder gekommen

In verschiedenen Kategorien werden hier Modellprojekte zwischen Kultur und Schule ausgezeichnet. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in kulturellen Projekten zu engagieren und eigene künstlerische Erfahrungen zu sammeln. Gemeinsam mit außerschulischen Partnern – kulturellen Einrichtungen oder Künstlern – können Schüler und Lehrer neue Ideen entwickeln und umsetzen.

... knapp sind wir am Siegertreppchen vorbei geschlittert, aber wir werden weiter schillern. Schon ab Januar 2015 ist ein Radio-Projekt für GrundschülerInnen geplant, welches ebenso am historisch-atmosphärischen Ort, also in Schillers Gartenhaus, zusammen mit dem Offenen Kanal Jena (OKJ) stattfinden wird.

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Herausgegeben vom Lese-Zeichen e.V.

Hilbigs Bilder - Essays und Aufsätze

Hilbig und die bildenden Künste - Schriftstellerkollegen, Malerfreunde, Literaturwissenschaftler über die gewaltigen Wort- und Bildwelten Wolfgang Hilbigs.
Mit Beiträgen von Gert Neumann, Andreas Koziol, Uwe Kolbe, Nancy Hünger, Birgit Dahlke, Jan Röhnert, Martin Straub, Volker Hanisch und Bildern von Gerhard Altenbourg, Horst Hussel, Olaf Nicolai, Gil Schlesinger, Strawalde u.a. weitere Informationen >

 

Mehrfachbelichtung - Rumänische Erkundungen

In dem Band sind zehn Künstler mit Essays, Lyrik, Prosa und literarischen Reportagen sowie der Fotograf Andreas Berner mit Siebenbürgen-Impressionen vertreten. weitere Informationen >