Presse - Details

 
16.05.2012

Über die blinde Gärtnerin Magdalena Eglin - Lesung im Schlossgarten Lausnitz

OTZ

Ulla Lachauer liest am Sonntag in Lausnitz.

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wird am kommenden Sonntag um 16 Uhr erneut eine Lesung im Garten des Schlosses Lausnitz bei Neustadt innerhalb der Thüringer Literatur- und Autorentage und des Tages der offenen Gärten stattfinden.

Auf Einladung des Vereins Lese-Zeichen erzählt Ulla Lachauer in "Magdalenas Blau" (Rowohlt, 2011) die Geschichte eines außergewöhnlichen Lebens. Das der Magdalena Eglin. Taubenblau, Enzianblau, Tintenblau mit vier Jahren kennt Magdalena Eglin viele verschiedene Blaus. Ihr Großvater, ein Freiburger Malermeister, lässt sie in seine Farbtöpfe gucken und lehrt sie, ihre von Geburt an schwachen Augen gut zu nutzen. Ein wildes Mädchen, geboren 1933, kurz vor Hitlers Machtergreifung, das früh lernt, sich in der Welt zu orientieren. 1945, mit zwölf, ist sie selbstständig sie hütet Schweine bei Verwandten auf dem Lande. Im Laufe der Jahre wird sie völlig erblinden. Sie wird eine begeisterte Gärtnerin und findet an der Seite eines Dorfschullehrers ihr Glück.

Ulla Lachauer, Jahrgang 1951, erzählt unsentimental, witzig und poetisch vom Leben einer Außenseiterin. Die Lesung in der Atmosphäre des Lausnitzer Schlossgartens hat das Zeug zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Hausherrin Alexe von Wurmb lädt in der Zeit von 14 bis 18 Uhr in ihren Garten ein und bietet auch Führungen an. Außerdem gibt es eine Pfanzentauschbörse für Besucher. Programm der Literatur- und Autorentage: www.lesezeichen-ev.de