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09.08.2016

Sommerwerkstatt auf der Burg Ranis mit berührenden Ergebnissen

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Finale der Sommerwerkstatt Art & Wiese auf Burg Ranis: Anna Trog und Kathi Katterwe (von rechts) hören der Raniserin Klara Gutschmidt beim Vorlesen zu. Foto: Mario Keim

Mit einer bemerkenswerten Präsentationsveranstaltung ist die Sommerwerkstatt Art & Wiese auf der Raniser Burg ­offiziell zu Ende gegangen.

Ranis. 23 junge Künstler im Alter von 13 bis 21 Jahren trafen sich hier von Mittwoch bis Sonntag, um zu schreiben, zu malen und zu fotografieren. Erstmals gab es in diesem Jahr ein Workshop in Stop-Motion-Animation. Die gleichnamige Technik mit Hilfe einer Kamera entspricht den herkömmlichen Trickfilmen. Drei junge Künstler nahmen daran unter Anleitung von Dozentin Gohar Khachatryan aus Armenien teil. Für die Präsentation dieser Arbeiten am Samstag gab es großen Beifall.

Den Löwenanteil unter den Teilnehmern stellten auch dieses Mal wieder die jungen Autoren. Nur überraschten diese damit, dass es unter den Nachwuchsschriftstellern bereits mehrere Buchautoren gibt, darunter die erst 13-jährige Klara Gutschmidt aus Ranis, die momentan an ihrem dritten Roman schreibt. "Ich habe von den Dozenten wertvolle Hinweise bekommen und weiß, was ich noch besser machen kann. Das bedeutet nicht, dass ich bisher alles falsch gemacht habe", sagte die Gymnasiastin nach ihrer zweiten Teilnahme an der Sommerwerkstatt.

Moderiert wurde die Präsentation der literarischen Werke von Levin Blochberger und Sarah Heinrich. Beide nahmen ebenfalls das zweite Mal an der Schreibwerkstatt teil. "Andreas Berner war mein Deutsch- und Ethiklehrer. Er hat mich zur Teilnahme überredet. Ich habe es aber keinesfalls bereut", sagte der 19-jährige Schüler, während die 15-jährige Sarah Heinrich über Mundpropaganda eines anderen Elternteils dazu kam.

"Wir arbeiten hier mit wahnsinnig kompetenten Autoren zusammen, die über sehr viel Fachwissen verfügen", lobte die 13-jährige Tina Neumann aus Meuselwitz das Angebot. Seit der Grundschule schreibt sie Gedichte. "Ich hatte viele Ideen, die mussten einfach raus", sagte sie zu ihren Anfängen.

"Berührend" fand der ehemalige Raniser Stadtschreiber und Werkstatt-Dozent André Schinkel das Dargebotene. Ihm zur Seite standen als weitere Kursleiter Lektor Helge Pfannenschmidt, Fotograf Andreas Berner, Malerin Manuela Hemmann und die erwähnte armenischen Künstlerin Gohar Khachatryan.

Der zum 18. Mal gastgebende Lese-Zeichen e.V. um Projektmanager Ralf Schönfelder bedankte sich bei der Thüringer Staatskanzlei und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten sowie beim Forstunternehmen Heiko Wegelt aus Wilhelmsdorf für die großzügigen Unter­stützungen. "Schließlich wäre eine Sommerwerkstatt ohne das Lagerfeuer am Abend bei Papilio in Ludwigshof nahezu undenkbar", resümierte Levin Blochberger.