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25.11.2002

Sagenhaftes aus 1000 und 1 Nacht

von Markus Stelle Thüringer Allgemeine Erfurt

ERFURT. Einst war es der Kanonenhof der mächtigen Festung Cyriaksburg. Heute kommt der Saal im Deutschen Gartenbaumuseum garnicht mehr kriegerisch daher. Ein alter, orientalischer Marmorbrunnen und Palmen verleihen dem Raum, in dem sich Ausstellungen und Veranstaltungen abwechseln, die entspannende, bezaubernde Atmosphäre wie aus 1000 und einer Nacht.Damit ist er genau der richtige Ort für ein orientalisches Märchenfest. Am Samstag wurde das Team dem maurischen Flair ihres Kanonenhofes als auch dem Motto der Thüringer Tourismus-Gesellschaft gerecht: Thüringen sagenhaft.Für den mittlerweile weithin bekannten Märchenerzähler Andreas von Rothenbarth bedeutete die Anfrage aus dem Gartenbaumuseum eine Herausforderung. Turban und Dschellaba, das typische arabische Männergewand, ließ er sich einfliegen. Sonst ist er schließlich eher auf mittel- und nordeuropäisches Märchengut spezialisiert.Und dann die Auswahl: "Es ist garnicht so einfach, Geschichten für Kinder in der orientalischen Märchenwelt zu finden", erklärt Andreas von Rothenbarth. Es gelang ihm dennoch. Mit Geschichten vom Nasreddin unterhielt er über 60 kleine Märchenfans über eine Stunde lang am Samstagnachmittag.Ihre Eindrücke vom Märchennachmittag konnten die dann malerisch festhalten. Schüler der Erfurter Malschule hatten vorgelegt und Bilder zum Orient für das Märchenfest gemalt, die Kunstschule "Imago" kreierte Kissen, auf denen der Märchenerzähler und Zuhörer Platz nahmen.Am Abend musste Andreas von Rothenbarth die sinnlichen Geschichten aus 1000 und einer Nacht nicht mehr zensieren. Fürs erwachsene Publikum gab´s orientalische Tanzeinlagen von Madame Djamila. Ein märchenhaftes Vergnügen, wie es das Team des Gartenbaumuseums nun jedes Jahr im trüben November veranstalten will.