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21.05.2015

Lernen und Lachen mit dem Lese-Raben in Triptis

von Theresa Schödensack Ostthüringer Zeitung

Tino und der Lese-Rabe in Triptis. Julia Hacker wartet auf ihre spontan gezeichnete Katze. Foto: Theresa Schödensack

Im Rahmen der Thüringer Literatur- und Autorentage empfingen die Dritt- und Viertklässler der Triptiser Grundschule den Kinderbuchautor Tino und den Lese-Raben in der Triptiser Stadtbibliothek. Der Gast öffnete einen Koffer voll spannender Geschichten.

Triptis. Glänzende Kinder­augen, offene Münder, erstaunte Aahs und Oohs prägten die Lesestunde mit dem Kinderbuchautor aus Karlsruhe. „Ich wusste gar nicht, dass Lesen so spannend sein kann“, gesteht die Drittklässlerin Vanessa Albert begeistert am Ende.

Das freut die Bibliothekarin Martina Lange, die Tino und den Lese-Raben eingeladen hatte. „Es gibt heutzutage so viele andere Freizeitangebote für Kinder, da kommen Bücher meist zu kurz“, erklärt sie betrübt. Mit solchen Veranstaltungen wolle sie den Schülern „die Berührung mit Büchern“ vereinfachen, erklärt sie bestimmt. Den Schriftsteller Tino Bussalb hatte sie vor vielen Jahren schon einmal in Triptis begrüßt und freute sich sehr, dass er sich auch dieses Mal die Zeit nahm.

Mit seiner lebendigen Art und seinem abwechslungsreichen Programm aus Geschichten, Interaktion und Bildern hatte der Autor sein junges Publikum schnell verzaubert. „Hallo, ich bin der Tino. Einfach nur Tino, meinen Nachname verrate ich euch nicht. Aber ich erzähle euch, dass ich zehn Zahlen älter als meine Schuhgröße bin“, erklärt er mit neckischem Lächeln im Gesicht und dem Hinweis, dass er Schuhgröße 42 trage.

Der studierte Sozialpädagoge besucht seit über 26 Jahren Schulklassen in ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland, um ihnen die Freude am Lesen zu vermitteln. Gestern stellte er seine zwei neusten Bücher aus der Lese-Raben-Reihe des Ravensburger Verlages vor, „Stern über Indien“ und „Der Elefant im Klassenzimmer“. Nach dem die Schüler aufmerksam den ausgewählten Kapiteln gelauscht hatten, wartete eine weitere Überraschung auf sie. Denn Tino ist nicht nur Autor, sondern zugleich Illustrator seiner Bücher. Deshalb bekam jedes einzelne Kind eine kleine Zeichnung nach eigenen Wünschen gestaltet.

„Ich versuche jedes Jahr, mehrere Veranstaltungen für Kinder zu organisieren, die einen klaren Bezug zu Büchern haben“, so Martina Lange. So hofft sie im Herbst auf Antje Babender­erde. Dass solche Lesespaßvormittage ihr Ziel nicht verfehle, zeigt das Resümee von Drittklässler Leon Kiehl: „Ich muss wirklich öfter in die Bibliothek gehen“, gibt er zu Protokoll.