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22.02.2003

Leben jenseits von Saddam

von Frank Quilitzsch TLZ

Deutsch-irakische Lesung des PEN

Jena/Weimar. (tlz/fqu) Mit zwei Veranstaltungen wollen die deutsche Lyrikerin Gisela Kraft und ihre irakische Kollegin Ikbal Hassoon ein authentisches Bild von dem arabischen Land in der Golfregion vermitteln. "Die Farbe des Brotes: Irak" hat die in Weimar lebende Schriftstellerin und promovierte Islamwissenschaftlerin Gisela Kraft, Mitglied im Writers-for-Peace-Komitee des deutschen PEN-Zentrums, die am Mittwoch in Jena und am Donnerstag in Weimar stattfindende Doppellesung genannt.
Ikbal Hassoon, geboren in Babylon (Irak), lebt als Autorin und Übersetzerin in Berlin.
Die beiden Frauen wollen mit Berichten, eigenen Texten und Proben irakischer Literatur zeigen, dass der Irak mehr ist als nur der von Saddam Hussain geknechtete Staat. Das Gebiet um Euphrat und Tigris, bekannt als Mesopotamien, zählt seit Jahrtausenden zu den interessantesten Ländern der Erde. Hier nahm die Schriftkultur - und damit die bezeugte Geschichte von Orient und Okzident ihren Anfang. Hier erlebten Wissenschaft und Kunst im Mittelalter eine Blüte, die der europäischen ebenbürtig, wenn nicht überlegen war.
Der Glanz ist verblasst, doch bis heute bewahrt der Irak über die Schönheit seiner Landschaft hinaus archäologische Schätze, die heiligsten Stätten des schiitischen Islam und nicht zuletzt faszinierende Werke bodenständiger Architektur sowie eine leidenschaftliche Volkspoesie. Die Veranstaltungen werden vom PEN-Zentrum Deutschland und dem Thüringer Lese-Zeichen e. V. gefördert.

Lesungen: 26. 2. Ernst-Abbe-Bücherei Jena;
27. 2. Stadtbücherei Weimar;
Beginn jeweils 19.30 Uhr