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06.12.2006

Deutsch-chinesische Beziehungen in der NS-Zeit

Ostthüringer Zeitung

Wolfram Adolphi liest aus "Chinafieber"

Ranis (OTZ). Die deutsch-chinesischen Beziehungen während der NS-Zeit sind ein wenig beleuchtetes Kapitel der Geschichte. Wolfram Adolphi, ein ausgewiesener Kenner der Materie, hat sich damit in einem Roman auseinandergesetzt, der Geschichte unterhaltsam und gleichzeitig authentisch vermittelt. Diesen Roman, 2004 im Nora-Verlag Berlin erschienen, stellt der Autor am Donnerstag, 7. Dezember, in der letzten diesjährigen monatlichen Lesung auf Burg Ranis vor. Beginn ist 19.30 Uhr. Veranstalter sind die Literaturakademie Burg Ranis, GGP Media Pößneck und die Stadt Ranis.

In dem Buch geht es um dem deutschen Unterhändler Kleinert, der sich beim Aufbau einer modernen Industrie und Verwaltung im bürgerkriegsgeschüttelten China engagieren will. Doch bald drehen andere das Rad, das er zum Laufen gebracht hat. Denn Deutschland verbündet sich mit Japan, das 1937 einen grausamen Krieg gegen China vom Zaun bricht. Ungewollt gerät Kleinert zwischen alle Fronten.

Wolfram Adolphi wurde 1951 in Leuna geboren. Nach dem Studium der Staatswissenschaften bzw. Außenpolitik nahm er eine Forschungsarbeit zu Ostchina an der Humboldt-Universität Berlin auf. Studienaufenthalte führten ihn mehrmals nach China, eine zeitweilige Ostasienkorrespondentenstelle nach Japan. Heute arbeitet Wolfram Adolphi freiberuflich als Publizist.