Presse - Details

Nach dem Ärger zog das Lachen ein: Kaminer vor 250 Gästen in Schleiz

 
15.09.2011

Clown Wolke begeisterte mit einer Prise Traumzaubersalz

von Katja Grieser Ostthüringer Zeitung

Herr Wolke, verkörpert von Sven Pawlitschko, animierte in der Greizer Bibliothek die Zweitklässler aus Greizer Grundschulen zum Mitmachen. Foto: Katja Grieser


Herr Wolke alias Sven Pawlitschko sorgte am Mittwoch für Begeisterungsstürme bei den Greizer Zweitklässlern. Der Clown animierte die Kinder zum Faxenmachen und bäckt Zauberkekse mit ihnen.

Greiz. "Hört auf zu gackern" - vergeblich ruft Herr Wolke, verkörpert von Sven Pawlitschko, das den Zweitklässlern zu. Und eigentlich will Herr Wolke auch nicht, dass die Kinder aufhören zu kichern, zu rufen oder lauthals zu lachen. Denn er war am Mittwochvormittag in die Bibliothek gekommen, um die Grundschüler aus Greiz mitzunehmen in eine Welt voll Fantasie, Witz und Zauberei. Schon bevor es richtig losging, schütteten sich die Kinder vor Lachen aus. Denn Herr Wolke wäre nicht der, der er ist, wenn er darauf warten würde, bis die Kinder zu ihm kommen. Und so holte er sie ab, wartete bereits vor der Bücherei auf die Schüler. Irgendwie zerstreut war Herr Wolke, vergaß ständig seinen Koffer, so dass die Kinder ihn immer wieder daran erinnern mussten. Buchstäblich tierisch komisch fanden die es, als Pawlitschko beim Bellen eines Hundes total erschrocken über den Kirchplatz stolperte. Als der Hund weg war, zögerten die Kinder nicht lange und imitierten das Bellen, um den Clown noch einmal zu erschrecken. Auf Interaktion ist das Programm von Sven Pawlitschko angelegt, was in Greiz bestens funktionierte. Aufmerksam lauschten die Kinder, als Herr Wolke ihnen sein Buch zeigte, in dem er seine Freunde vorstellte. Große Bewunderung machte sich breit, als er erzählte, dass er in Himmelsburg in einem Baumhaus wohnt und auf Segelbootwolken zu den Kindern fliegt, die seine Hilfe brauchen. Ein Hinweis auf das, was er sonst macht. Denn eigentlich ist Sven Pawlitschko ein Clown im Krankenhaus, hilft seit Jahren rheuma-, mukoviszidose- und krebskranken Kindern, für eine Weile nicht an ihre schwere Krankheit zu denken. Doch darüber sprach der Unterhalter in Greiz nicht. In seinem magischen Programm zeigte er kleine Zaubertricks, die dank des Traumzaubersalzes gelangen. Eine Prise des Salzes, das natürlich unsichtbar ist, gab er den Kindern mit nach Hause. Ebenso wie Zauberkekse, die er zuvor mit ihnen gebacken hatte. Zuvor verriet er, dass der Pilz auf seinem Schuh sogar noch wachsen wird und dass Zähne gekämmt und Haare geputzt werden. Oder war es doch umgekehrt? "Am besten hat mir die laute Hupe gefallen", sagt Anninia Zill, die in der Brecht-Grundschule in Obergrochlitz lernt. Mit der Hupe, die in dem großen Koffer versteckt war, hatte Herr Wolke die Kinder erschreckt. Die Grundschüler waren während des knapp einstündigen Programms voll bei der Sache und hatten jede Menge Spaß. Angenehm für erwachsene Zuhörer: Auch wenn Sven Pawlitschko Faxen machte, verfiel er nicht in Albernheiten wie viele Kinderunterhalter. Herr Wolke faszinierte durch Mitmach-Humor, kindgerecht, aber eben nicht einfältig.