Literaturtage

Die 20. Thüringer Literaturtage - "Die Macht der Worte"

Wir haben Grund zu feiern: Die Thüringer Literatur- und Autorentage finden zum 20. Mal statt! Was 1998 auf Initiative von Kulturschaffenden und Unternehmen begann, ist zum größten Literaturfestival in der Fläche Thüringens geworden. Die Literatur hat sich als lebendig und belebend in unserer Region erwiesen.

Aus diesem Grund stellen wir die 20. Literaturtage unter das Motto „Die Macht der Worte“! Wir laden Sie ein, mit uns zu erforschen, welche großen Ideen und Veränderungen geschriebene und gesprochene Worte in die Welt getragen haben. Wir wollen dafür plädieren, auch in politisch unruhigen Zeiten miteinander im Gespräch zu bleiben. Und wir präsentieren Literatur, die ergründen will, wie weit die Macht der Sprache reicht.

Mit Feridun Zaimoglu, Bruno Preisendörfer und Thomas Kaufmann werfen wir einen Blick auf Martin Luther, seine weltbewegenden 95 Thesen und sein wechselhaftes Verhältnis zu den Juden. Luthers Thesenanschlag wird auch für Harald Lesch und Thea Dorn eine Rolle spielen, wenn sie über unsere gesellschaftliche Zukunft diskutieren. Wir freuen uns auf Dichter wie Tim Holland oder Christian Schloyer, Kinga Tóth oder Ulf Stolterfoht, die in ihren Texten bis an die Grenze des Sagbaren gehen. Im Film "Digitale Dissidenten" betrachten wir die Macht der Whistleblower. Mit Ginsberg und Villon, gelesen von Gerry X und M. Kruppe, proben wir den literarischen Aufstand gegen die Endlichkeit. Und in unserem Programm "Verblendet" sprechen wir über die unheilvolle Macht der Worte z.B. anhand des berüchtigten "Hexenhammers". Daneben sind Denis Scheck, Mo Asumang, Sigrid Damm, Volker Braun, Jutta Voigt, das Thüringer Literarische Quintett und viele weitere Künstler zu erleben!

DAS VOLLSTÄNDIGE PROGRAMM FINDEN SIE UNTER DIESEM LINK!

Ein Rückblick auf die Literaturtage 2015:

Ein Rückblick auf die Literaturtage 2014:

Geschichte der Literaturburg

Vor 17 Jahren fanden zum ersten Mal die Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis statt. Der GGP und Hans Westerheide, der damalige Leiter Einkauf, hatten dazu eingeladen. Eingeladen mit zu tun, wurden der Verband Deutscher Schriftsteller, Landesverband Thüringen und sein Vorsitzender, Landolf Scherzer und Martin Straub, der Geschäftsführer des Thüringer Büros zur Autoren- und Leseförderung. Sie kamen mit leiser Skepsis. Keiner hat wohl damals daran gedacht, dass man einmal ein solches Jubiläum feiern könnte. Man erinnere sich nur, in was für einem Zustand die Burg damals war. Wie man um gutes Wetter betete, wie man im »roten Salon« eng zusammen saß und der Autor kaum noch Platz hatte. Wir glauben, diese Literaturtage auf der Burg sind beispielgebend. Denn hier haben sich Unternehmen, das Thüringer Kultusministerium, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die Stadt Ranis und der Lese-Zeichen e.V. zusammen gefunden und vor allem zusammen gearbeitet. 

Inzwischen ist die Burg für Autoren aus Deutschland ein begehrtes Ziel geworden. Gerühmt wird die Gastfreundschaft und das so aufmerksam zuhörende, aufgeschlossene Publikum. Es wird auch im nächsten Jahr wieder auf den Berg steigen. Denn eines weiß man schon, »lies, um zu leben«, dieses Motto von Flaubert gilt auf Burg Ranis allemal.

(Grußwort des Geschäftsführers der GGP Media GmbH Pößneck Christof Ludwig)

"Wer auf der Burg Ranis lesen darf, 
hat den Ritterschlag der Literatur erhalten." 
Ingo Schulze