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31.10.2014

"WortKlang" in Pößneck: Martin Stiebert sorgt für Kopfkino

von Hartmut Bergner Ostthüringer Zeitung

Geburtstagskind Heike Besen spielt das Sousaphon. Foto: Hartmut Bergner

Die Reihe "WortKlang" beschert den Gästen der Pößnecker Stadtbibliothek einen sehr schönen Abend. Zu Gast war der Sprechsteller Martin Stiebert.

Pößneck. Ein Mittwochabend, der noch lange in guter Erinnerung der etwa fünfzig Gäste bleiben wird, ist der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Kreissparkasse Saale-Orla und dem Verein Lese-Zeichen zu verdanken, die in der Reihe "WortKlang - Lyrik im Konzert" den Sprechsteller Martin Stiebert aus Jena und das Damen-Salonmusik-Trio Klatschmohn aus Dornburg-Camburg in der Pößnecker Stadtbibliothek präsentierten. Michael Grisko übernahm im Namen der Sparkassen-Kulturstiftung die Begrüßung und sorgte für einen angenehmen lockeren Einstieg in das für viele Menschen sperrige Thema Lyrik.

Seit neun Jahren sorgt man mit der Reihe "WortKlang" dafür, dass Lyrik aus dem stillen Kämmerlein geholt und populärer wird. Insbesondere möchte man erreichen, dass wieder mehr zu einem guten Buch gegriffen und gelesen wird. Das Lyrik gar nicht so schwer sein muss, wie es oft vermutet wird, sollte sich noch zeigen.

Neben Martin Stiebert, der auf ganz eigene Weise die Zu­hörer in die vorgetragenen Werke eintauchen ließ, sorgte die Damen von Klatschmohn auf eine spezielle Art für den musikalischen Teil des Lese­konzertes. Heike Besen, die Spielerin des Sousaphons, hatte am Mittwoch Geburtstag und genoss es offenbar, dass scheinbar wegen ihr so viele Gäste gekommen waren. Allein das Motto des Abends - "Wie er wolle geküsset sein..." - versprach statt Schwere Heiterkeit. Und heiter"wurde es bereits ab dem ersten Klang und dem ersten ze­lebrierten Gedicht. Ein Sprechsteller trägt offenbar nicht nur vor, Martin Stiebert nahm das "Publikum jeweils mit in die Zeit der Ent­stehung des Werkes, gab Hintergrundinformationen und schaffte es, dass vor den geistigen Augen der Zuhörer ein Film ablief.

Für die Veranstaltung waren zweimal 45 Minuten mit einer kleinen Pause geplant. Aber erst nach der doppelten Zeit verabschiedeten sich gut gelaunte Künstler von einem sehr zufriedenen Pößnecker Publikum.