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02.05.2005

Wolfgang Held in Neustadt zu Gast

von sh Ostthüringer Zeitung

Autor spricht über seine KZ-Erlebnisse - Zeitzeugen der Region gesucht

Neustadt (OTZ/sh). Anlässlich des 60. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges laden die Volkshochschule (VHS) des Saale-Orla-Kreises, die Stadtbibliothek Neustadt und die Diplom-Politologin Karin Schatzberg am 12. Mai um 19.30 Uhr zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein.

In der Stadtbibliothek Neustadt wird der Schriftsteller Wolfgang Held zu Gast sein und über seine Erlebnisse als 15-Jähriger auf der Suche nach seinem Onkel im KZ Buchenwald berichten. Zeitzeugen aus der Region sind ebenfalls herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus der Zeit des Krieges und des Kriegsendes zu schildern. Ihnen wird zugleich die Möglichkeit geboten, sich mit dem Autor auszutauschen. Aber auch junge Menschen sind willkommen, die Gespräche unter dem Titel "Tränen sind da nicht genug" zu verfolgen.

"Mit dieser Veranstaltung wollen wir uns mit engagieren, dass die Schrecken des Krieges nicht vergessen werden und sich die Menschen mit rechtsextremistischen Ereignissen auseinander setzen und Stellung beziehen", sagen Karin Schatzberg und Klaus Kramer, Leiter der VHS. Mit Wolfgang Held ist es dank des Vereins Lese-Zeichen aus Jena gelungen, einen thüringischen Schriftsteller als Gastautor nach Neustadt zu holen. Bekannt geworden ist der heute 75-Jährige vor allem durch den international erfolgreichen Spielfilm "Einer trage des anderen Last", für den er das Drehbuch schrieb.

Zeitzeugen der Region, die in der Veranstaltung zu Wort kommen möchten, können sich auf Wunsch bei Heike Jansen-Schleicher, Mitarbeiterin der VHS-Außenstelle Neustadt, persönlich oder telefonisch unter Tel. 036481/8 51 22 melden.