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19.08.2013

Sommerwerkstatt "Art & Wiese" in Ranis beendet

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Viktoria Partschefeld aus Pößneck vor ihren Arbeiten, die während der Sommerwerkstatt in Ranis entstanden sind. Foto: Mario Keim

Ranis. Es ist längst ein vertrautes Bild: Sie sind Raniser auf Zeit, pendeln täglich zu Fuß zwischen der Pension Papilio in Ludwigshof und der Burg und kehren nach Jahresfrist oft zurück in die Kleinstadt. Schon seit 15 Jahren kommen junge Menschen nach Ranis, um sich an vier Werkstatttagen Literatur, Malerei oder Fotografie zu widmen. Am Sonntag traten sie nach intensiven Tagen wieder die Heimreise nach Kassel, Leipzig, Weimar, Jena, Berlin, aber auch ins nahe Pößneck an.

Die 25 Teilnehmer sind zwischen zwölf und 29 Jahre alt. "Ich möchte gern wieder nach Ranis kommen. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel über Literatur gelernt", sagte Sophie Köhler aus Frankfurt/Main, die zum ersten Mal zu Gast bei der Sommerwerkstatt "Art & Wiese" war. Die 18-Jährige moderierte gemeinsam mit dem amtierenden Stadtschreiber Christian Wöllecke das Lesekonzert, das traditionell am Sonnabend zum Abschluss stattfand. Teilnehmer der Werkstatt und viele Eltern sorgten für eine gut gefüllte Breitenbuchhalle. Für Christian Wöllecke war es bereits die fünfte Teilnahme, wobei sich der Stadtschreiber wieder der Malerei widmete.

Viele der angehenden jungen Künstler waren das erste Mal dabei, auch die Illustratorin Anja Maria Eisen schnupperte das erste Mal die Arbeitsatmosphäre auf der Burg. "Es war toll. Es gab ein super professionelles Team an Schriftstellern und Lektoren, die mit viel Herzblut und ganzer Hingabe gearbeitet haben", sagte die Künstlerin aus Dresden.

Ihrer Phantasie freien Lauf ließ auch Viktoria Partschefeld aus Pößneck. Die Zwölfjährige präsentierte mit Stolz ihren Eltern und den weiteren Besuchern ihre Arbeiten in verschiedenen Techniken des Malens. Von einem Freund hatte sie von der Ausschreibung erfahren.

Die Lyrikerin Daniela Danz, Lektor Helge Pfannenschmidt, Grafiker Andreas Berner und der Germanist Dr. Martin Straub halten der Werkstatt schon seit vielen Jahren die Treue, Martin Straub schon seit Beginn. "Wir erleben zurzeit einen gewissen Umbruch, da es immer mehr Teilnehmer gibt, die zum ersten Mal zu uns kommen", freut sich Straub über den anhaltend guten Zuspruch. Auch in diesem Jahr kamen wieder 25 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur Sommerwerkstatt des Vereins Lese-Zeichen, die mit Unterstützung der Stiftung Thüringer Gärten und Schlösser und des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur stattfand.