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15.01.2014

Sehr stolz auf Midtsommer-Album: Norbert Leisegang in Krölpa

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Das Keimzeit Akustik Quintett.

Norbert Leisegang gastiert mit dem Keimzeit-Akustik-Quintett am 14. Februar in Krölpa

Krölpa. Am 14. Februar um 20"Uhr holt der Verein Lese-Zeichen gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung das Keimzeit-Akustik-Quintett in die Pinsenberghalle nach Krölpa. OTZ sprach mit Songschreiber und Texter Norbert Leisegang, der auch Kopf der Band Keimzeit ist.

Seit wann gibt es das Keimzeit Akustik Quintett und wie ist es entstanden?

Das Keimzeit-Akustik-Quintett gibt es nunmehr seit drei Jahren. Mehr zufällig als gewollt kam das zustande. Mitten in einer spielfreien Konzertsaison sollte Keimzeit zu einem Polterabend aufspielen. Da nicht alle Musiker verfügbar waren, schlugen wir den Hochzeitsleuten eine Akustikversion von Keimzeit vor. Eine Handvoll von Keimzeit-Songs klangen in dieser Version hoch interessant. Folglich haben wir diese Variante neben der großen Band parallel weiter entwickelt.

Zum Quintett gehören Sie als Sänger und Ihr Bruder Hartmut am Kontrabass. Wie viel Keimzeit steckt damit im aktuellen Bühnenprogramm?

Wir spielen Songs aus dem Keimzeit-Pool nebst Neuvorstellungen und darüber hinaus Filmmusikperlen aus Streifen, die wir selbst sehr mögen.

Neben Ihnen als Songschreiber und Sänger prägt die Geigerin Gabriele Kienast besonders das Ensemble. Was zeichnet die Musikerin aus?

Gabriele prägt mit ihrem Spiel meisterhaft den Sound des Quintetts. Doch ist erst die gesamte Band mit Christian Schwechheimer am Schlagzeug, Martin Weigel an den Gitarren und Hartmut Leisegang am Kontrabass das Pfund eines guten Konzertes.

Ihr vor einem Jahr erschienenes Album Midtsommer ist Mitte 2012 in Giske bei Ålesund in Norwegen aufgenommen worden. Sie selbst bezeichnen es als Edelstein im analogen Soundgefüge. Warum ging es so weit weg von der Heimat ins Studio?

In der heimatlichen Nähe gibt es einige gute Studios, klar. Doch wenn man als Band für ein paar Wochen zur Aufnahme eines Albums verreist, ist das ein Ereignis, welches sich sehr inspirierend auf die Musik auswirkt. In Norwegen im Oceansound Studio auf der Insel Giske hatten wir vor uns den Atlantik und hinter uns die schneebedeckten Berge eines Gebirgskammes. So floss mit jedem Ton, den wir aufnahmen, Norwegens bezaubernde Natur ins Album.

Das Jahr 2013 ist für die Keimzeit-Musiker überwiegend akustisch verlaufen. War diese Auszeit gewollt?

Wir sind sehr stolz auf unser Midtsommer-Album und wollen es natürlich auch live präsentieren.

Was gibt es neben dem Akustikkonzerten 2014 von Keimzeit?

Im April veröffentlicht Keimzeit zusammen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg ein Album, auf dem 15 Keimzeit-Songs im orchestralen Gewand zu hören sein werden. Daran arbeiten wir gerade.

Erst 2012 gab es die Tour zum 30-jährigen Bandjubiläum. Wo stehen Keimzeit drei Jahrzehnte nach ihrem ersten öffentlichen Auftritt?

Mitten im Leben. Keimzeit hat Höhen und Tiefen durchlaufen. Wir waren Teens und Twens, als wir starteten. Ich bin jetzt 53. Es ist wahrlich ein Geschenk, wenn man in einer Band arbeiten kann. Musiker, Management und Techniker stimmen sich bei Keimzeit aufeinander ab. Freilich, das hat sich peu à peu entwickelt.

2013 feierte der Hit Kling Klang ebenfalls seinen 30. Geburtstag. Ein Lied, das noch immer in sehr vielen Radiostationen läuft. Was bedeutet dieses Stück für Sie persönlich?

Ich staune über die eigenwillige Dynamik dieses Liedes.

In der Orlatal-Region haben Fans die Band in Neustadt und Schlettwein bereits mehrmals live gehört. Ist ein Wiedersehen an gleicher Stelle realistisch?

Natürlich, warum nicht.