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10.04.2006

Schriftsteller wollen mehr Öffentlichkeit

von Frank Quilitzsch TLZ

Weimar. (tlz/fqu) "Mehr Öffnung! Mehr Öffentlichkeit!" Das waren am Wochenende die letzten Worte auf der Tagung des Thüringer Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) und zugleich die ersten seines neuen Vorsitzenden Landolf Scherzer. Der fast 65-jährige Südthüringer wurde zum zweiten Mal seit der Wende an die Spitze der größten gewerkschaftlich organisierten Autorenvereinigung gewählt. Der bisherige Vorsitzende, York Sauerbier, hatte aus beruflichen Gründen nicht wieder für das Ehrenamt kandidiert.
Scherzer will die Arbeit in der Region auf mehr Schultern verteilen und baut auf das persönliche Engagement jedes einzelnen. So wurde der ebenfalls auf der Tagung im Weimarer Hotel Elephant gewählte neue Vorstand um drei Mitglieder erweitert. Ihm gehören an die Schriftsteller, Drehbuchschreiber und Publizisten: Antje Babendererde (Liebengrün), Anne Gallinat (Saalfeld), Jens-Fietje Dwars (Jena), Ingrid Annel (Erfurt), Frank Quilitzsch (Ulla bei Weimar), Matthias Biskupek (Rudolstadt) und Verena Zeltner (Neuhofen).

Der VS Thüringen, der zurzeit 54 Mitglieder hat, setzt sich für die Rechte der freischaffenden und nebenberuflichen Autoren ein und unterstützt bei der Lösung von sozialen Problemen. Zusammen mit der Literarischen Gesellschaft ist er der wichtigste Impulsgeber für die hiesige Literaturlandschaft. 2006 werden über den VS-Förderverein "Lese-Zeichen e. V." die Thüringer Literaturtage, diverse Werkstätten, eine mehrtägige Manuskriptwanderung sowie eine große Benefiz-Weihnachtslesung ausgerichtet.