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14.03.2008

Schlechter Vergleich

von Sandra Hoffmann Ostthüringer Zeitung

Von Sandra Hoffmann Die Einweihung des sanierten Südflügels der Burg Ranis hatte einen bitteren Beigeschmack. Der Zustand des in der Burg befindlichen Museums bereite ihm Sorge, sagte der Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Dr. Helmut-Eberhard Paulus. Er wünsche sich eine ähnlich vorteilhafte Entwicklung wie im Schloss Sondershausen, das ebenfalls der Stiftung angehört. Dort sei die Stadt miteingestiegen, "was auch in Ranis wünschenswert wäre, sich aber nicht abzeichnet" mit Blick auf die klamme Stadtkasse.
Sicher ist die finanzielle Lage der Stadt Ranis keine einfache. Daraus hat sie auch nie einen Hehl gemacht. Dennoch hat sie sich bemüht, als Trägerin des Museums dessen Attraktivität zu steigern. Auf der Grundlage einer von Leipziger Studentinnen erarbeiteten Konzeption hat sie 2005 den Eingangsbereich in die Burgpforte verlegt und 2007 die seismologische Abteilung neu gestaltet.

Aber vor allem hinkt ein Vergleich zwischen der etwa 1900-Einwohner-Stadt Ranis und der gut zehnmal größeren, nämlich gut 24 000 Einwohner zählenden Kreisstadt Sondershausen, was die Finanz- und Wirtschaftskraft angeht. Im Sinne der schön sanierten Burg Ranis ist zu hoffen, dass eine konstruktive Lösung für Paulus´ Museumssorgen gefunden wird.