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02.09.2009

Schiller rapt, Godot wartet

von Christiane Kneisel Ostthüringer Zeitung

Werkstätten, Gastspiele, Workshops, Lesungen zum XIII. Greizer Theaterherbst

Von OTZ-Redakteurin Christiane Kneisel "Glaube! Liebe! Hoffnung!" - unter diesem Motto steht der XVIII. Greizer Theaterherbst vom 11. bis 19. September.
Ein vielfältiges, spannendes und umfangreiches Programm verspricht der Künstlerische Leiter Stefan Neugebauer. Zum Eröffnungs-Open-Air auf dem Oberen Schloss sind erst einmal alle Greizer gefragt - im wahrsten Sinn des Wortes: "Woran glaubt Greiz?" soll sich zu einem lebendigen, interaktiven, heiter-besinnlichen Spektakel entwickeln, bei dem Groß und Klein, Vereine, Musiker, Mimen und andere Kreative mitwirken.

Zwölf Werkstätten präsentieren dann in den kommenden Tagen ihre Arbeiten. Die Werkstatt Gestaltung beispielsweise öffnet ihr "Café Hoffnung", wofür sie einen leer stehenden Laden aus der Vergessenheit holt und kreativ in einen Kunstraum voller Überraschungen verwandelt. Die Schauspiel-Werkstatt für Kinder wird Saint-Exupérys poetische Geschichte "Der kleine Prinz" auf die Bühne bringen, die Werkstatt für Erwachsene beschäftigt sich mit Becketts "Warten auf Godot" sowie Horvaths "Glaube Liebe Hoffnung". Die Tanzwerkstatt setzt "Bernarda Albas Haus" nach Lorca in Szene.

Acht Gastspiele werden zu erleben sein - darunter "Islands" vom renommierten Theater Derevo, St. Petersburg-Dresden. Das Ensemble tanzt eine abenteuerliche Geschichte von Schiffsreisen, Matrosen und unheimlichen Begegnungen.

Ein ganzer Tag ist Schiller gewidmet. Wobei der Dichter die Texte liefert, die von dem Rapper Doppel U gemeinsam mit Schülern kreativ und unkonventionell verrapt werden. Was dabei herauskommt, präsentieren sie anschließend. Noch mehr Schiller gibts mit Parodist Martin Stiebert. Mit einer Schiller-Rap-Night klingen Thema und Tag aus.

Apropos: Die Tagesausklänge mit Gesprächen und Livemusik sollten auch nicht verpasst werden.

Mehr Infos: >> www.theaterherbst.de