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08.02.2006

Rege Bautätigkeit auf Burg Ranis

von Sandra Hoffmann Ostthüringer Zeitung

Innenausbau der Seismologie-Räume und des Palas soll im Frühjahr abgeschlossen werden

Von OTZ-Redakteurin Sandra Hoffmann Ranis. Die Bau- und Sanierungsarbeiten auf der Burg Ranis laufen derzeit auf vollen Touren. Gleich in drei Bereichen der Burganlage haben die Bauarbeiter und Handwerker zu tun.

Im Frühjahr, etwa Ende April, sollen die neuen Seismologie-Räume des Museums baulich fertig gestellt sein, erfuhr die OTZ von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Inhaberin der Burg. Die neuen Räume werden sich im Querflügel befinden. Dazu wurden zuerst die Einbauten, die der einstigen Nutzung als Gastronomie geschuldet waren wie Lastenaufzug, Toiletten und Zwischenwände, entfernt. Anschließend sei es notwendig gewesen, die Holzbal- kendecke statisch zu ertüchtigen. Sie erhalte jetzt noch einen Höhenausgleich, da starke Verformungen aufgetreten sind, hieß es. Anschließend werden die Installationen für Elektro und Heizung erfolgen. Im späteren Vortragsraum, der über kein Fenster verfügt und in dem verschiedene Medientechnik eingerichtet werden soll, ist auch eine Lüftungsanlage geplant. Danach können die Wände verputzt und malermäßig instandgesetzt werden. Fenster und Türen werden aufgearbeitet beziehungsweise erneuert. Der Fußboden erhalte eine Dielung, am Ende werden Leuchten montiert. Für die Ausstattung der Seismologie zeichnet die Stadt Ranis als Trägerin des Museums verantwortlich.

Rege gearbeitet wird derzeit auch im Südflügel der Burg. Bis zum Oktober war hier die Saaldecke saniert worden. Anschließend begann der Abbruch von jüngeren Einbauten wie Zwischenwänden und Anlagen der einstigen Gastronomie sowie für das zentrale Treppenhaus im westlichen Bereich. Im Erdgeschoss wurden die Hausmeister- und Technik-Räume in den Westflügel verlagert. Derzeit führen die Handwerker Zimmererarbeiten an verschiedenen Decken und Fachwerkwänden, die zum Teil durch Feuchtigkeit und Hausschwamm geschädigt sind, aus. Parallel finden die Rohbauarbeiten zur Aufnahme des Aufzuges und des Treppenlaufs statt. In den nächsten Wochen werden Installationen, der Einbau des Aufzuges und von Unterböden, Trockenbau- und Innenputzarbeiten folgen. Im westlichen Erdgeschoss entstehen die neuen Technik- und Hausanschlussräume.

Im Hof fanden Schachtarbeiten zur Trockenlegung des Außenmauerwerks statt. Daran schlossen sich in der Gebäudeecke zwischen Süd- und Querflügel, in der später der zentrale Eingang liegen wird, archäologische Grabungen an. Sie wurden Ende Januar beendet.

"An der stadtseitigen Fassade des Südflügels wird in den nächsten Wochen ein Gerüst aufgestellt", informierte Dr. Susanne Rott, Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. "Dann werden vorbereitende Untersuchungen an den Putz- und Farbfassungen erfolgen, um für die Sanierung der Fassade die passenden Materialien und Ausführungstechnologien festlegen zu können", erläutert sie.

Der Innenausbau des Palas, der mit Mitteln der Städtebauförderung finanziert wird, soll ebenfalls im Frühjahr 2006 abgeschlossen sein, hieß es weiter. Der Dachstuhl wurde aus statischen Gründen verstärkt, das Dach erhält eine Schiefereindeckung. Im Saal selbst wurden die Einbauten des 20. Jahrhunderts entfernt. Unter dem Erdgeschossboden wurden Lüftungskanäle eingebaut, darüber eine für die Nutzung als Veranstaltungsraum statisch notwendige Betondecke. Hergerichtet sind ferner die Räume für den zukünftigen Service- und Technikbereich. Im Außenbereich ist die Trockenlegung abgeschlossen.

Der Zugang zum Saal des Palas und zum Museum soll künftig über das bereits sanierte Foyer im Nordostflügel erfolgen. Vor dem Eingang entstand ein Vorplatz mit repräsentativer Bepflanzung.