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17.02.2012

Premiere in einem kleinen, aber dankbaren Kreis

von Marius Koity Ostthüringer Zeitung

Der Schriftsteller Matthias Biskupek stellt in der Stadtbibliothek Pößneck sein 30. Buch "Rose Schwartz und die Folgen"(Nora Verlag, 2012) vor. Foto: Marius Koity

Der Autor Matthias Biskupek und Verleger Hans Westerheide stellen ihr gemeinsames Werk in der Pößnecker Stadtbibliothek vor.

Pößneck. "Ich bin kein Leser vor dem Herrn", bekannte Hubert Weiße. "Ich lass mir lieber vorlesen", sagte der Wirt der Raniser Literatur-Schmiede am Mittwochabend in der Pößnecker Stadtbibliothek. Dorthin hatte ihn einer seiner Lieblingsvorleser gelockt, der Schriftsteller Matthias Biskupek aus Rudolstadt, der in Premiere sein 30. Buch "Rose Schwartz und die Folgen" vorstellte. Erschienen ist es im Nora Verlag Dyck und Westerheide Berlin und Verleger Hans Westerheide, ein weiterer Raniser in der etwa 25-köpfigen Runde, erläuterte, dass "Nora" nicht für den Mädchennamen stehe, sondern für die jeweils erste Silbe der Begriffe "Novitäten" und "Raritäten". Mit ihren Inhalten erfülle die Neuerscheinung vor allem den Anspruch des zweiten Verlagsleitmotives.

Das vertiefte Biskupek mit den teils abenteuerlichen Entstehungsgeschichten der gelesenen Texte, die seit den 1980-ern meist in Künstlerbüchern und Einblattdrucken mit zwangsläufig sehr geringen Auflagen erstveröffentlicht wurden. Einige solcher Raritäten hatte Biskupek mit und beim Blättern in den Buchkunstwerken konnte man ein Gefühl gewinnen, das in der Bilke sonst die Ausstellung "Die schönsten deutschen Bücher" vermittelt. Es war ein guter Abschluss der Lesung, in der das Publikum herzhaft lachte bei den heiteren Stücken, baff war bei den schwarzhumorigen und nicht schlecht staunte, als es hörte, dass es ein Biskupek-Text von 1992 in bayerische Schulbücher geschafft hat. Sieben Biskupek-Werke hat die Stadtbibliothek in ihrem Bestand, 64 Mal wurden diese im vergangenen Jahr ausgeliehen, zählte Bilke-Chefin Christel Ziermann zusammen. Und von den Buchhändlerinnen Katrin Gottstein und Gabriele Könitzer war zu hören, dass unter den thüringischen Schriftstellern nur Landolf Scherzer gefragter sei als Biskupek.