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03.02.2014

Premiere der Extraklasse in Pinsenberghalle in Krölpa

von Brit Wollschläger Ostthüringer Zeitung

Der Krölpaer Chor Vocalitas brachte im ersten Neujahrskonzert in der Pinsenberghalle sein aktuelles Repertoire zu Gehör.Foto: Brit Wollschläger

Erstes Neujahrskonzert begeisterte über 170 Gäste mit fantastischem Gastspiel der aus Südkorea stammenden Solopianistin Yejin Gil und vierstimmigem Chorgesang von Vocalitas aus Krölpa.

Krölpa. "Fantastisch", lobte Stephan Müller, Krölpaer und selbst ein exzellenter Pianist, die Leistung von Yejin Gil. Die 33-jährige Solopianistin, gebürtige Südkoreanerin, die inzwischen in Berlin lebt, begeisterte die etwa 170 Gäste des Neujahrskonzertes am Freitagabend in der Krölpaer Pinsenberghalle. Besonders bei Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in der Bearbeitung von Franz Liszt in dessen drei Charakterstücken habe die Künstlerin ihre Virtuosität bewiesen und die ganze dynamische Bandbreite des Blüthner-Flügels gezeigt.

"Es war einfach Wahnsinn", bestätigte Helmut Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Saale-Orla, der - in der ersten Reihe - besonders gut sehen konnte, mit welch einer Leidenschaft und Konzentration die Pianistin zu Werke ging.

"Mich hat die Spielintelligenz bei den Stücken von Claude Debussy besonders beeindruckt", ergänzte Johannes Hedderich, Mitglied des Krölpaer Chores Vocalitas, der ebenso gut singt wie Klavier spielt.

Hochkarätig ging es weiter im Programm. Denn der Part von Yejin Gil war nur eines von zwei beeindruckenden Konzerterlebnissen an diesem Abend. Einheimische Künstler, nämlich 21 Sängerinnen und Sänger des Chores Vocalitas überzeugten nun die Gäste von ihrer beeindruckenden musikalischen Qualität. Unter anderem mit temperamentvoll vorgetragenen slawischen und ungarischen Tänzen, einer besonders gelungenen Interpretation der Hymne "Ode an die Freude" sowie einem Renaissance-Programm.

Der Chor war vor zweieinhalb Jahren aus dem gemischten Chor von Ehemaligen des Gymnasiums "Am Weißen Turm" Pößneck entstanden. Der Laienchor mit insgesamt 30 Mitgliedern unter Leitung von Bernd Winter hat sich dem vierstimmigen Chorgesang verschrieben. Für seinen Auftritt zum Neujahrskonzert in Krölpa erntete das Ensemble viel Applaus.

Die Veranstaltung am Freitagabend - Gastgeber waren die Gemeinde Krölpa und der Verein Lese-Zeichen - hat als Premiere Maßstäbe gesetzt. Künftig soll das Neujahrskonzert mit einer gemeinsamen Besetzung auswärtiger und regionaler Künstler eine feste Rolle im Kulturkalender der Pinsenberghalle einnehmen, informierte Ralf Schönfelder, Projektmanager des Lese-Zeichen e.V. und verantwortlich für die Veranstaltungen auf der Literatur- und Kunstburg Ranis sowie in der Pinsenberghalle in Krölpa.

Landrat Thomas Fügmann beschrieb in seinem Grußwort Krölpa als einen Geheimtipp für Kunst und Kultur. Sparkassenvorstand Helmut Schmidt überreichte als Unterstützung für kulturelle Angebote an diesem Abend 1000 Euro in bar an die Gemeinde Krölpa.

Schließlich hatte der Abend bereits eindrucksvoll begonnen - mit einem kurzen Jahresrückblick auf die Geschehnisse in der Gemeinde Krölpa im Jahr 2013 durch das amtierende Gemeindeoberhaupt Siegmar Weise. So erinnerte er an 41 Veranstaltungen in der Pinsenberghalle, darunter die Kunstmesse, ein Konzert von Sebastian Krumbiegel und eine musikalische Lesung mit Gunther Emmerlich, aber auch an das große Fest der Vereine und Ereignisse wie das Hochwasser Anfang Juni, die besondere Einsätze erforderten. Allein 1600 Einsatzstunden der freiwilligen Feuerwehr.

Siegmar Weise sprach einen großen Dank an alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde sowie an die Mitarbeiter der Verwaltung für ihre sehr gute Arbeit im vergangenen Jahr aus. Ebenso dankte er den Firmen der Region, die Maßnahmen der Gemeinde, wie die Sanierung des Kindergartens maßgeblich unterstützen, vor allem das Unternehmen Maxit. Die Sanierung des Kindergartens soll in diesem Jahr beendet werden.