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20.06.2011

Poetry Slam in Ranis

von Marius Koity Ostthüringer Zeitung

André Herrmann gewinnt den Dichterwettstreit der 14. Literatur- und Autorentage vor etwa 120 Gästen.

Ranis. André Herrmann aus Leipzig hat den Poetry Slam der 14. Literatur- und Autorentage in Ranis gewonnen. Im Finale des von Stadtschreiber Wehwalt Koslovsky moderierten Dichterwettstreites erntete er am Freitagabend den kräftigsten Beifall der etwa 120 Gäste im Raniser Winkel.

Es war eine knappe Entscheidung. Bente Varlemann aus Hamburg und Sarah Bosetti aus Berlin, vom Publikum ebenfalls ins Finale geklatscht, hatten nicht weniger starke Auftritte als der Sieger.

Herrmann kam scheinbar die mitteldeutsche Erdung seiner wechselvollen Bahnhofs- und Eisenbahngeschichten zu Gute. In seinem Vorrundentext ließ er "Punks aus Pößneck" aufblitzen. An Pößneck selber wird ihn die im Werksverkauf besorgte Schokolade erinnern.

Einmal mehr Lokalmatador war Rudi W. Berger aus Langenwetzendorf. Der 87-Jährige legte im ernstesten Beitrag des Ausscheides "Ich hatt' einen Kameraden" am Hindukusch auf und stimmte das Soldatenlied auch an. Das verleitete Koslovsky dazu, Berger zum "Johnny Cash vom Orlatal" zu adeln.

Den vierten Slam in Ranis bestritten insgesamt neun Autoren. Stammgäste fanden es gut, dass die Wortkunst gegenüber reiner Comedy überwog.

Bürgermeister Andreas Gliesing freute sich, dass mehr Einheimische als in den vergangenen Jahren dabei waren. Insbesondere mehr Jugendliche aus der Burgstadt hätten zum Poetry Slam gefunden. "Es hat sich herumgesprochen, dass das fetzt", sagte Gliesing.