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18.09.2015

Matthias Biskupeks Autobiografie mit Schmunzelgarantie in Stadtbibliothek Rudolstadt vorgestellt

von Theresa Schödensack Ostthüringer Zeitung

Matthias Biskupek stellt sein neues Buch der Rentnerlehrling in der Stadtbibliothek in Rudolstadt vor. Es waren circa 50 Zuhörer erschienen. Foto: Theresa Schödensack

Am Mittwochabend stellte der Schriftsteller Matthias Biskupek in der Stadtbibliothek Rudolstadt sein neues Buch „Der Rentnerlehrling“ vor. Und gab dabei noch einen aus.

Rudolstadt. „Die längste Zeit des Jahres 1950 schwamm ich im Fruchtwasser.“ Mit diesem ersten Satz begann der Schriftsteller Matthias Biskupek am Mittwochabend in der Rudolstädter Stadtbibliothek seine einstündige Buchlesung. Mit diesem ersten Satz aus seinem neuen Buch „Der Rentnerlehrling“ waren ihm nicht nur die Ohren und Augen der Zuhörer gewiss, sondern auch echtes, herzliches Lachen.

Jedem seiner Lebensjahre widmet Matthias Biskupek eine Geschichte. „Insgesamt sind es 66“, wie der Schriftsteller verriet, der hinzufügte: „Ich bin zwar erst 65 Jahre alt, aber man muss ja bei Null anfangen zu erzählen“.

Humorvoller Rückblick auf die DDR

Es ist ein autobiografisches Buch mit einigen fiktiven Episoden. „In dem Buch stehen Geschichten die ich selbst erlebt habe. Ich habe viele Freunde und auch Familienmitglieder mit hineingeschrieben und doch gibt es auch Geschichten, die ich mir frech ausgedacht habe“, sagte der Schriftsteller. Aber die kursiv abgedruckten Passagen würden sich als Teil seiner Biografie zu erkennen geben.

Für die Lesung in der Stadtbibliothek Rudolstadt, welche vom Thüringer Schriftstellerverband unterstützt wurde, hatte sich der Autor sechs Geschichten ausgesucht. „Eine für jedes Jahrzehnt“, wie er erklärte.

Die Texte bilden nicht nur eine Zeitreise durch das Leben des Schriftstellers ab, sondern auch einen sehr humorvollen Rückblick auf die DDR. Er berichtete mit einer seiner Geschichten über sein damaliges Mosaik- Abonnement , mit einer anderen über seine Erfahrungen mit der Stasi. Viele der Zuhörer fanden sich in den Geschehnissen wieder und erzählten ihre eigenen Geschichten. „Wir haben uns sehr gefreut, als uns Herr Biskupek informierte, dass er sein neues Buch vorstellen möchte“, sagte Angela Hansen Leiterin der Stadtbibliothek Rudolstadt und ergänzt: „Wir arbeiten immer sehr gut mit ihm zusammen.“

Und das war auch an diesem Abend der Fall, denn die Stimmung war gut und es wurde reichlich gelacht. Was nicht unbedingt nur an dem frechen und lockeren Schreibstil des Schriftstellers gelegen haben könnte, sondern auch an dem vom Autor gesponserten Wein. „Ich dachte mir, ich gebe heute mal einen aus. Das machen Künstler auf Ausstellungen ja schließlich auch so“, freut sich der „Rentnerlehrling“ Biskupek.