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09.09.2009

Märchenwunderland und Schiller

von Stefanie Kob Ostthüringer Zeitung

Brunnenfest in Göhre und Romantikerhaus

Theater, Literatur und Musik stehen am kommenden Samstag im Mittelpunkt des dritten Jenaer Brunnenfestes. Der Auftakt der Veranstaltung wird um 15 Uhr im Stadtmuseum "Göhre" zu erleben sein. Hier unternimmt die Schauspielerin Alke Katherine Szonn einen Ausflug ins Märchenland der Gebrüder Grimm und fragt: "Wie kommen die Märchen ins Buch?" Dabei wird auch berichtet, was Wilhelm und sein Bruder Jacob erlebten, als sie selbst noch Kinder waren.
Ab 15.30 Uhr empfangen die Veranstalter des Romantikerhauses am geschmückten Brunnen im Hof ihre Gäste. Das Theaterspiel "Ick bün Könik" eröffnet das Programm: Die verwechselte Liebesgeschichte um den Froschkönig, das Märchen vom geizigen Kaufmann, der wider Willen sein Pferd zum Reiter macht und die Erzählung des Zaunkönigs werden pantomimisch aufgeführt.

Das Duo "con emozione" aus Weimar trägt unter dem Motto "Du musst glauben, du musst wagen" Anekdoten und Lieder vor. Die Texte von Friedrich Schiller und seinen Weimarer Zeitgenossen werden in unbekannten Vertonungen, wie beispielsweise von Herzogin Anna Amalia, zu hören sein. Außerdem liest Liane Fietzke Anekdoten zu Liedern, Autoren und Komponisten, welche die Zeit um 1800 lebendig erscheinen lassen.

Musikalisch sorgt die südamerikanisch inspirierte Musik der Band "Sonido" für Abwechslung. Das Repertoire des Trios spannt einen Bogen von spanischen Gitarrenklängen über Musik aus kubanischer und südamerikanischer Tradition bis hin zu Eigenkompositionen.

Der ehemalige Titanic-Satiriker Thomas Gsella und der Illustrator Rudi Hurzlmeier haben die Biografie des jungen Schiller in eine poetische und witzige Bildergeschichte umgesetzt und werden diese am Abend als Lesung vorstellen.

Den Abschluss des Festes bilden die Präsentationen unterhaltsamer Schillerparodien aus zwei Jahrhunderten. Die Mitarbeiter des Romantikerhauses schließen mit dieser kurzweiligen Lesung die Klammer zu Ihrer Sonderausstellung im Schillerjahr: "Dem fällt bei Glocken vieles ein!".