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27.12.2011

Märchenmatinee in Schwerstedter Kleinkunstbühne "Zur Katz"

von Katrin Müller Thüringer Allgemeine

Andreas vom Rothenbarth (mit Vollbart) mit kleinen und großen Gästen der Märchenmatinee. Foto: Uwe Gericke

Märchenmatinee für Mädchen und Jungen sorgte Weihnachten in der "Katz" für Kurzweil. Im kommenden Jahr sollen auch künstlerische Gäste auf der Kleinkunstbühne stehen. Schwerstedt. Das Warten auf die Bescherung wurde Heiligabend für etliche Mädchen und Jungen und ihre Familien etwas kurzweiliger. In der Schwerstedter Kleinkunstbühne "Zur Katz" verging die Zeit mit Märchen, die Andreas vom Rothenbarth vortrug, und bei gemeinsam gesungenen Liedern rasch. Und die Eltern hatten zu Hause Zeit, den Baum zu putzen.

Diese Kindermatinee beschließt traditionell den jährlichen Veranstaltungsreigen in der Kleinkunstbühne, die 2009 ihre Pforten öffnete. Was heißt Pforten?! Eher die Gartentore. Denn hier trifft man sich unter freiem Himmel zum Zuhören, Mitsingen, Staunen, Probieren von Speis und Trank.

"Diese Atmosphäre ist unschlagbar", ist heute noch und mehr denn je Impresario und Katzenherrchen - es gibt tatsächlich eine große Anzahl von charakterlich durchaus ambivalenten Vierbeinern - Andreas vom Rothenbarth überzeugt. Doch der Rahmen und die alten Bäume machen natürlich noch keine Klein-Kunst.

Neben den jahreszeitlich und jahrestäglich vorgegebenen Veranstaltungen wie eben Weihnachten, zum Valentinstag, Nikolaus, während der Kranichzüge oder bei Musiklehrgängen setzt der Hausherr auch auf neue Inhalte, etwa mit russischen Märchen mit original russischer Musik. "Mit Holger Hopfenstreich haben wir im September im Rahmen der Kreiskulturwochen ein Programm über die letzten Dinge im Leben gegeben. Mit Es ist noch Sand in der Uhr wollten wir die Angst vor dem Tod nehmen. Und ich glaube, das ist uns gelungen."

Ernsthaftigkeit, hohe Literatur in einem ansprechenden Rahmen und im besten Sinne unterhaltend anzubieten, ist ein Ziel der Katzen-Leute. Bereits jetzt ackert Andreas vom Rothenbarth 2000 Jahre Heiligenlegenden durch, um daraus mit Holger Hopfenstreich ein neues Programm zu gestalten. Und die Leute nehmen es an - Stammgäste aus Schwerstedt, aber auch Besucher aus der Region bis nach Erfurt.

"Man darf nicht denken, dass die Leute auf dem Land etwa kulturlos sind", weiß Andreas vom Rothenbarth. "Nein, sie haben förmlich darauf gewartet, dass man Kultur hier auf dem Land anbietet." Vielleicht bereits im kommenden Jahr will der Katz-Chef aber auch andere Künstler auf die Kleinkunstbühne holen. Und irgendwann soll die Naturbühne zwar nicht ihren Charakter verlieren, aber einen wetterfesten Ausweich in der umgebauten Scheune bekommen. Natürlich sind hier die Katzen auch zu Hause.