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20.10.2003

Literaturburg halten

von Frank Quilitzsch TLZ

Jena. (tlz/fqu) Oft sind es gerade die kleineren Kulturvereine, die mit minimaler finanzieller Ausstattung die regionale Kunstszene am Leben erhalten. So zum Beispiel der Thüringer Lese-Zeichen e. V., ohne dessen Initiativen die hiesige Literaturlandschaft erheblich ärmer wäre. Als Förderinstitution für den Thüringer Schriftstellerverband gegründet, betreut der Verein Veranstaltungsreihen wie den Jenaer Lesemarathon, die Thüringer Literatur- und Autorentage oder die Weimarer Stimmen der Völker und unterstützt "Das politische Buch" der Landeszentrale für politische Bildung wie auch die Leseinitiative des Thüringer Kultusministeriums.

Mittlerweile kann der Lese-Zeichen e. V. auf zehn arbeitsintensive und erfolgreiche Jahre zurückblicken. Doch das Jubiläum spielte auf der turnusmäßigen Jahrestagung am Wochenende nur am Rande eine Rolle. Trotz knapper Kassen müsse der Standard gehalten und auf einigen Gebieten ausgebaut werden, beschwor Geschäftsführer Martin Straub die etwa 30 Mitglieder. Der Standard: 170 Veranstaltungen an 45 Orten Thüringens allein in diesem Jahr; 80 Autoren lasen im Netzwerk des Lese-Zeichen e. V. Das Ziel: Trotz höherer Kosten den Umfang der Arbeit auf der Literaturburg Ranis aufrechtzuerhalten, die Werkstätten und Weiterbildungsveranstaltungen auszubauen. Straub: "Ranis ist eine Institution weit über Thüringen hinaus." Im Kunst- wie im Kultusministerium, der Literarischen Gesellschaft und dem Bödecker-Kreis hat der Verein treue Verbündete.