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21.10.2002

Linksschreibreform

TLZ

Ze do Rock eröffnet neue Lese-Reihe

Weimar. (tlz) Unter dem Titel ?Neue deutsche Literatur" stellen sich von Ende Oktober bis Anfang Dezember vier Au toren im Weimarer Kirms-Krackow-Haus vor, die in Brasilien. Bulgarien, Japan und Polen geboren sind und ihre Schreib- und Lebensgründe in Deutschland gefunden haben. Den Auftakt bestreitet am 24. Oktober, 19.30 Uhr der Brasilianer Ze do Rock. Seine Lesungen sind kabarettreife literarische Performances. Der Rechtschreibreform setzt er seine Linksschreibreform entgegen, das ?Ultradoitsh".
Am 7. November liest die Bulgarin Rumjana Zacharieva, deren Bücher in wichtigen deutschen Verlagen erscheinen. 2000 hat die Polin Maria Kolenda ihren vielbeachteten Roman ?Der zweite Sommer? herausgebracht, den sie am 21. November in Weimar vorstellt, eingeführt von Matthias Biskupek. Und schließlich die Japanerin Yoko Tawada:
Sie kam 1979 mit der Transsibirischen Eisenbahn das erste Mal nach Deutschland. Heute schreibt sie Theaterstücke, Gedichte, Essays. Erzählungen und Traumtexte in japanischer und deutscher Sprache. Wie ihre Dichterkolleginnen und -kollegen hat sie einen souveränen, oft auch heiteren Blick auf den deutschen Alltag und seine Sprache. Mit ihr schließt die Veranstaltungsreihe am 4. Dezember.
Die Veranstalter, Klassik Stiftung, Kulturamt und Lese-Zeichen e. V ., setzen damit eine Tradition fort, die mit der Reihe ?Weimarer Tangenten? im Kulturstadtjahr begonnen hatte. Seine Fortsetzung fand dieses Projekt 2000 mit ?Morgenland für Frühaufsteher?.