Presse - Details

 
22.06.2012

Kulturvereine wollen Gleichbehandlung: Debatte auf Burg Ranis

von Marius Koity Ostthüringer Zeitung

Auf Burg Ranis finden am Wochenende die Thüringer Literatur- und Autorentage statt. Foto: Sandra Hoffmann

Kulturvereine sollten bei der staatlichen Förderung gleichgestellt werden mit den großen Theaterhäusern. Das fordert Andreas Berner, Vorsitzender des Lese-Zeichen e.V. mit Sitz in Jena. Darüber möchte er zum kulturpolitischen Frühschoppen im Rahmen der 15. Thüringer Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis diskutieren.

Ranis. Die thüringische Kulturlandschaft ist im Umbruch und wie alle anderen Bereiche der Gesellschaft den verschiedenen Krisen ausgesetzt, sagt Andreas Berner, Vorsitzender des Lese-Zeichen e. V. mit Sitz in Jena sowie Literatur- und Kulturburg in Ranis. Um das Geschaffene und Erreichte wenigstens zu sichern, müsse politisch energischer gehandelt werden. Dabei sollten die vielen Kulturvereine bei der staatlichen Förderung endlich mit den "institutionellen Kulturträgern" wie den großen Theaterhäusern gleichgesetzt werden, zumal erstere "eine beachtliche Arbeit an Schulen, im ländlichen Raum und vieles im Ehrenamt stemmen".

Diese Forderung will Berner mit Mitstreitern am Sonnabend in einer kulturpolitischen Diskussion mit dem Leitmotiv "Klarsichttauglich" auf Burg Ranis artikulieren, zu der Vertreter aller Parteien im Thüringer Landtag sowie der Wirtschaft eingeladen wurden. Der Gedankenaustausch mit musikalischen Intermezzi der Gruppe Die Lyrischen Saiten beginnt um 10.30 Uhr. "An der Beteiligung der Landtagsfraktionen wird man ablesen können, wer sich inwiefern für die freien Kulturträger interessiert", sagt Berner. Er hofft zudem, dass möglichst viele Verantwortliche aus den Kulturvereinen der Region die Gelegenheit nutzen, einmal ihre Meinung zu sagen. Der kulturpolitische Frühschoppen ist eine Veranstaltung der 15. Thüringer Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis.