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02.12.2011

Kulturpreis 2011 wird an Jenaer Jazzmeile verliehen

von Ursula Mielke Thüringer Allgemeine

Jazzmeilenchef Thomas Eckardt (mitte) eskortiert von Kultusminister Christoph Matschie (links) und Musikhochschulpräsident Christoph Stölzl. Foto: Alexander Volkmann

In der Erfurter Staatskanzlei wurde am Donnerstag der Kulturpreis 2011 des Freistaates an die Thüringer Jazzmeile verliehen. Das seit 1992 veranstaltete Festival zeichnet sich vor allem durch eine große Vielfalt des Angebotes aus Erfurt. Mit dem seit 1995 vergebenen und mit 12 800 Euro dotierten Thüringer Kulturpreis 2011 wurde gestern die Jazzmeile Thüringen geehrt.

Damit steht die Regionen, Städte und verschiedene Initiativen verbindende Thüringer Jazzmeile, welche seit 18 Jahren zum gleichnamigen, landesweiten Jazz-Festival einlädt, in einer Reihe mit Preisträgern wie dem ACC Weimar, dem Kunstverein Avantgarde Apolda und dem Erfurter Jugendtheater "Die Schotte".

Die Arbeitsgemeinschaft Jazzmeile Thüringen hat die Traditionen der Thüringer Städte aufgenommen und in ein Festivalprogramm integriert, das den verschiedenen Spielarten des Jazz eine Bühne bietet: Dixieland ist genauso vertreten wie Blues, Swing oder Improvisation und verschiedene experimentelle Projekte.

Der besondere Reiz des seit 1992 veranstalteten Festivals besteht in der Vielfalt der Angebote. Zunehmende Nachfragen in- und ausländischer Musiker sowie eine numehr auf 22.000 gestiegene Zahl von Festivalbesuchern pro Jahr unterstreichen künstlerischen Anspruch und inhaltliches Konzept der Jazzmeile Thüringen.

Geschäftsführer und Programmchef Thomas Eckardt (Jena) sieht in der Verleihung des Thüringer Kulturpreises eine schöne Anerkennung für die geleistete Arbeit. Denn, so Thomas Eckardt, Jazzer werden ja nicht allzu oft mit Preisen bedacht. "Die Jury hatte bei der Wahl ein glückliches Händchen", meint Thomas Eckardt, "verbindet sich doch die Jazz-Szene auch mit solch positiven Begriffen wie Weltoffenheit und Toleranz."

Das Preisgeld soll laut Jazzmeilen-Chef den Thüringer Musikern zugute kommen. Ein Teil des Geldes könnte für das Veranstalten eines großen Konzertes verwendet werden, in dem ältere und jüngere Jazzer mitwirken und sehr verschiedene Strömungen dieses unterhaltsamen Genres präsentieren.

Die Jazzmeilen-Wünsche für die Zukunft lauten: noch mehr öffentliche Wahrnehmung und Abbau von Vorurteilen dem Jazz gegenüber. Kontinuierlich fortsetzen möchte die Jazzmeile ihre gute Zusammenarbeit mit der Weimarer Musikhochschule und mit dem französischen Jazzdor Festival in Strassbourg.

Dass die Nachwuchsförderung bereits heute reiche Früchte trägt, davon legten Michael Haupt (Bass), Eric Haupt und Heiko Hoffmann (Gitarre) anlässlich der Preisverleihung in der Erfurter Staatskanzeil ein klingendes Zeugnis ab.