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17.12.2013

Kultur in Krölpa gefragt

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Bild 1: Die "Top Dog Brass Band" sorgt zum Jahresabschluss mit dem Programm "Weihnachten im Sitzen" für weihnachtliche Klänge im Krölpaer Schlosskomplex.Foto: Mario Keim

"Top Dog Brass Band" sorgt zum Jahresabschluss für weihnachtliche Klänge im Krölpaer Schlosskomplex

Krölpa. Die wichtigste Frage des Abends beantwortete Sänger und Schlagzeuger Matthias Peuker zum Ende des Konzertes: Das Sousaphon seines Bandkollegen Marc Hartmann wiege exakt 13,78 Kilogramm, verriet er. Das Instrument gehört zur "Top Dog Brass Band", die am dritten Adventssonntag in der Pinsenberghalle "Weihnachten im Sitzen" spielte. Das Programm war bereits zum zweiten Mal im "Kulturort Schloss Krölpa" zu hören.

Die jungen Männer spielen Weihnachtslieder, die es in dieser Besetzung nur selten zu hören gibt. Die Arrangements dafür schreiben die Musiker selbst. "Man bekäme sie für diese Besetzung auch gar nicht zu kaufen", weiß Marc Hartmann. Auf diese Weise erklangen bekannte deutsche Weihnachtslieder, aber auch polnische, amerikanische und eigens komponierte Lieder waren zu hören.

Mit dem englischen Lied "Winter Wonderland" eröffneten die insgesamt fünf Berufsmusiker ihr Programm, das seinen Titel allein deshalb trägt, "weil wir es uns zu Weihnachten im Sitzen gemütlich machen möchten." Gewöhnlich spielen die Musiker in einer größeren Besetzung zusammen und dabei im Stehen. Schon im zwölften Jahr gehen die Künstler mit ihrem Weihnachtsprogramm auf Tour und sind damit jeweils einen Monat unterwegs.

"Es sind wunderschöne Weihnachtslieder, die alle kennen, nur nicht in dieser Version", erläuterte Matthias Peuker das Konzept. Das Instrumentarium mit Sousaphon, Posaune, zwei Saxophonen und Schlagzeug sorgt für einen druckvollen Klang im Saal und begeisterte auch in Krölpa das Publikum. Das Konzert in der Pinsenberghalle war vor dem jährlichen Programm "Dinner for one" zugleich ein würdiger Abschluss eines höchst abwechslungsreichen Reigens, wobei sich gezeigt hat, dass die Krölpaer und ihre Gäste Kabarett offenbar am meisten mögen.

Auf Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen der Gemeinde und dem Verein Lese-Zeichen kamen allein zu elf Veranstaltungen rund 1200 Besucher.

"Neben dieser Auslastung kann man gut und gern von einer gut angenommen Lokalität sprechen", freut sich Petra Paschke vom Hauptamt der Gemeinde Krölpa.

Neben den Kindern der Schule und des Kindergartens gehören die Senioren des Ortes zu den Nutzern und feierten in der Pinsenberghalle ein Herbstfest und die Weihnachtsfeier. "Allein an 13 Wochenenden fanden private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage und Jugendweihen statt," zieht Petra Paschke ein positives Fazit. In der Woche finden Tanzschule, Bewegungskurse und Chorproben statt. Neben der Kunstausstellung des Saale-Orla-Kreises und der Ehrenamtsgala des Saale-Orla-Kreises gab es hier eine Dankeschön-Feier für die Feuerwehren des Ortes und im September den 1. American-History-Ball, der bereits am 27. September 2014 eine Neuauflage erfährt.

Weitere Höhepunkte im kommenden Jahr sind das Neujahrskonzert der Musikschule am 19. Januar, das Neujahrskonzert des Chores "Vocalitas" am 31. Januar, das Gastspiel des Keimzeit-Akustik-Quintetts am 14. Februar, ein Gastspiel der Leipziger Pfeffermühle am 30. März, die 2. Krölpaer Kunstausstellung mit einheimischen Künstlern vom 11. bis 21. April und die Lesung mit Anja Görtz und Sebastian Krumbiegel am 23. Mai. Eine Fortsetzung findet ebenfalls die beliebte Reihe Kaffee, Kuchen und Klavier. Auch im kommenden Jahr werden die Veranstaltungen im Schlosskomplex von der Fleischerei Lindig Dobian in gewohnter Weise betreut.