Presse - Details

 
07.01.2005

Knigge: Gedenken soll Zeichen setzen

von Gerlinde Sommer TLZ

Wenn Deutschland den Gedenktag zur KZ-Befreiung in Weimar und Buchenwald feiert, ist dies ein wichtiges Signal zum künftigen Umgang mit der Geschichte, erklärt Professor Volkhard Knigge. Foto: tlz/Peter Michaelis

Weimar. (tlz) Von der zentralen Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald am 10. April in Weimar soll ein Zeichen ausgehen, "dass wir die Lektion verstanden haben und dass wir sie weiter ernst nehmen werden." Das wünscht sich der Direktor der Gedenkstätte, Volkhard Knigge.

In einem TLZ-Interview zum Gedenkjahr 2005 weist Knigge dieser Erinnerung auch eine wichtige Rolle für die Gegenwart zu: "Für das Lebendighalten des demokratischen Bewusstseins in der Bundesrepublik Deutschland ist es nötig, auch sehr genau auf die dunklen Seiten der deutschen Geschichte zu schauen." Erinnerung gelte nicht nur den Opfern, sondern der Gesamtgeschichte. "Dass Buchenwald von deutschen politischen Häftlingen aufgebaut werden musste, dass viele Deutsche dort Häftlinge waren - das ist doch auch ein wichtiges Gut, ein kostbarer Schatz unseres Erinnerns", so Knigge. Die deutsche Nation in den Jahren des Nationalsozialismus ortet er dort, "wo die deutschen Widerstandskämpfer und die deutschen Emigranten waren."

i Das ausführliche Interview lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der TLZ.