Presse - Details

 
15.04.2005

Klassiker, Liebhaber und Jenaer

von Groß Ostthüringer Zeitung

Schiller-Schau im Werden - Mehr Zeichnungen aus Schulen erwartet

Jena (OTZ/Groß). Friedrich Schiller als Klassiker, als problematischer Freund Goethes, als Geschichtsforscher, aber auch als Liebhaber, als Filmheld und natürlich als Bürger der Stadt Jena - all das will die große Schiller-Ausstellung vom 9. bis 21. Mai in der Goethe Galerie vermitteln.

Ein gutes Stück Weg dahin ist beschritten. Denn gestern konnte Ausstellungsmacher Dr. Jens-Fietje Dwars das Rahmenprogramm vorstellen. Es enthält auch mehrere Gesprächsrunden mit Persönlichkeiten der Stadt, so etwa zum Thena Kultursponsoring. Dabei will Dwars mit Jenoptikchef Alexander von Witzleben, Uni-Rektor Prof. Klaus Dicke, Stadtwerke-Chef Till Noack und Jena-Kultur-Leiterin Dr. Margret Franz diskutieren. Thema: Was können Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst einander geben? Ein anderes Podium soll sich Schillers Freiheitsbegriff widmen, wofür Jenas OB und Pfarrer Lothar König als Diskussions-Kandidaten im Spiel sind. Aber auch Gespräche mit Jenaer Theaterleuten und Historikern über den Geschichtsschreiber Schiller sowie von Philharmonie-Intendant Bruno Scharnberg und Schiller-Rapper Christian Weirich über Schiller-Vertonungen einst und heute gehören zum Programm. Beleuchtet werden ebenso Schillers Privatleben und aktuelle Chancen, den Dichter von seinem Sockel zu holen.

Natürlich gehören auch Lesungen von Schiller-Balladen dazu. Hier wird sogar der Pantomime Harald Seime Parodistisches zum Thema Schiller beisteuern.

Schiller wird außerdem Filmheld. So wird bei der Ausstellung zur Museumsnacht (20. Mai) der 45 Minuten lange Film "Jahre der Wandlung. Schiller in Jena" uraufgeführt, der nach einem Drehbuch von Dwars derzeit durch das Jenaer Unternehmen "Jenafilm" gedreht wird.

Inzwischen haben sich schon einige Sponsoren gefunden. Neben der Goethe Galerie als Gastgeber sind dies Stadtwerke, Jena-Kultur, Jenoptik, Kultusministerium und "jetz! Kommunikation". Weitere Sponsoren sind willkommen. Infos gibt es ab Montag auch unter www.palmbaum.org im Internet. Der "Palmbaum" als Thüringische Literarhistorische Gesellschaft präsentiert die Schiller-Ausstellung.

Und noch einmal die Bitte an alle Schulen: Schüler sollen selbst gemalte Bilder zum Thema "Mein Schiller" an die Goethe Galerie einsenden. Alles wird dann zur Ausstellung gezeigt.