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11.01.2010

Keine Frage mehr der Himmelsrichtung

von Frank Quilitzsch TLZ

Keine Frage mehr der Himmelsrichtung
Weimar. (tlz/fqu) Himmelsrichtungen haben keinen Einfluss auf die Arbeit der Literarischen Gesellschaft Thüringen, auch wenn sich ihr neuer Vorstand aus Menschen von dies- und jenseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze zusammensetzt. Christoph Schmitz-Scholemann (West) wurde am Wochenende wegen seines kenntnisreichen und witzigen Auftretens im Amt des Vorsitzenden bestätigt, sein neuer Stellvertreter ist der alte: Thomas Spaniel (Ost). In den zehnköpfigen Vorstand wurden neben engagierten Kulturkämpfern wie André Störr von der Kulturinitiative Thüringen auch sehr junge Leute (vereintes Deutschland) gewählt.

Man habe 14 neue Mitglieder hinzugewonnen, verkündete Geschäftsführerin Sigrun Lüdde auf der Hauptversammlung in Weimar, damit zähle Thüringens größter Literaturverein derzeit 108 individuelle und sieben juristische Mitglieder.

Vorgestellt wurden ferner die wichtigsten Vorhaben des Jahres, zu denen die Mitteldeutsche Lyriknacht, die Beteiligung an den Thüringer Literatur- und Autorentagen und ein Kneipenmarathon gehören. Die "Edition Muschelkalk" wird mit Hilfe neuer Förderer weitergeführt; 2010 erscheinen wiederum drei Bände, davon einer aus dem Nachlass der in der vergangenen Woche verstorbenen Lyrikerin Gisela Kraft. Am Mittwoch startet die Veranstaltungsreihe "Eine Frage der Himmelsrichtung?" - zu Gast in der Eckermann-Buchhandlung Weimar sind die Journalisten Sergej Lochthofen und Johann Michael Möller.