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17.02.2014

Keimzeit-Akustik-Quintett begeistert beim Konzert in der Pinsenberghalle in Krölpa

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Sänger Norbert Leisegang mit Geigerin Gabriele Kienast beim Konzert des Keimzeit-Akustik-Quintetts. Foto: Mario Keim

Krölpa (OTZ/Mario Keim). Sebastian Krumbiegel hat es vorgemacht: Ein reichliches Jahr nach seinem ersten Auftritt in der Krölpaer Pinsenberghalle steht der Sänger der Prinzen am 23. Mai an gleicher Stelle wieder auf der Bühne, um Anja Görtz während ihrer Lesung „Der Osten ist ein Gefühl: Über die Mauer im Kopf“ musiklisch zu begleiten.
Ein solches Wiedersehen könnte es durchaus auch mit dem Keimzeit-Akustik-Quintett geben, das am Freitag im Anbau des Krölpaer Schlosses ein umjubeltes Konzert vor 150 Besuchern gab. „Wenn Ihr so weiter macht, kommen wir wieder“, sagte Sänger Norbert Leisegang am Ende eines zweistündigen Konzertes, als die Zuhörer noch ein paar Zugaben von den fünf Musikern einforderten:
Leisegang und seinen Begleitern auf der Bühne war nicht entgangen, dass sie an diesem Abend auf ein euphorisch mitgehendes Publikum trafen, das vom ersten Titel an beim Beifall gehörig klatschte.
Nicht nur Fans der Band Keimzeit ließen sich von der musikalische Reise durch Filmmusiken, angereichert mit Titeln aus dem großen Keimzeit-Fundus, anstecken. „Ich wusste nicht, was mich an diesem Abend erwartet. Doch es war ganz prima. Man konnte wunderbar träumen. Es war ein tolles Gefühl, zuzuhören“, sagte Sigrid Müller-Götz, die zu dem ehrenamtlichen Helfer-Team in der Gemeinde Krölpa gehört.
„Das war gesungene Lyrik. Es ist wunderbar, was der Verein Lese-Zeichen gemeinsam mit der Gemeinde Krölpa auf die Beine stellt. Die Konzerte passen sehr gut zu den Lesungen, die in Ranis angeboten werden“, sagte Besucher Hans-Jürgen Reinert aus Pößneck.
Mit dem außergewöhnlichen Konzert war es dem Lese-Zeichen und der Gemeinde Krölpa abermals gelungen, viele auswärtige Gäste anzulocken. Besucher waren aus Jena, Rudolstadt, Saalfeld, Schleiz, Wurzbach und Saalburg-Ebersdorf gekommen. „Etwa 80 Prozent der Gäste  kamen von außerhalb“, sagte Petra Paschke von der Gemeinde Krölpa.
Sie freute sich auch über die Animationen, die während des Konzertes an einer Leinwand hinter der Bühne und an der Decke zu sehen waren. „Die Animationen sind heute eine Premiere in der Halle“, sagte Petra Paschke.
„Wir sind alles leidenschaftliche Cineasten. Deshalb haben wir in unser Programm einige Filmmusikperlen eingestreut“, begründete Sänger und Gitarrist Norbert Leisegang die Auswahl der Lieder, die aus dem Mitte 2012 in Norwegen aufgenommenen Album
„Midtsommer“ stammen. Ein Teil der Stücke sind Lieder der Band Keimzeit, die in der veränderten Besetzung neu aufgenommen wurden.
Neben Songschreiber und Sänger Norbert Leisegang standen Geigerin Gabriele Kienast, Hartmut Leisegang am Kontrabass, Christian Schwechheimer an den Percussion-Instrumenten und Gitarrist und Sänger Martin Weigel auf der Bühne.

Mit der Besetzung verlieh das Keimzeit Akustik-Quintett den Keimzeit-Liedern wie „
22", „Amsterdam", „Schmetterlinge" oder „Breit" eine neue akustische Gestalt. „Wir haben uns auch aus dem großen Keimzeit-Pool bedient und haben sie neu bearbeitet“, sagte Norbert Leisegang zu den Keimzeit-Fans, die in großer Anzahl in der Halle saßen. Nach Angaben des Sängers gibt es mittlerweile zwischen 120 und 130 eigene Keimzeit-Stücke.
Zauberhaft war zudem die musikalische Weltreise, die in den Filmmelodien steckte.