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12.02.2004

Kassablanca

von Sybille Straub Ostthüringer Zeitung

Immer wieder finden sich in den letzten Tagen und Wochen Leserbriefe und Wortmeldungen zum Thema "Kassablanca" . Die leidigen Streitigkeiten mit Anwohnern wegen der Lärmbelästigung (warum lebt man dann eigentlich in einer Stadt?) und Diskussionen um den Brückenneubau sind hinlänglich bekannt. - Neu ist der Zungenschlag, das Kassablanca auf eine Diskothek zu reduzieren, die darüber hinaus noch mit öffentlichen Geldern gestützt wird. Traurig, dass Leute, die diese Meinungen äußern, nicht wissen (wollen), dass das Kassablanca wesentlich mehr ist. Es bietet nämlich ein umfangreiches Freizeitangebot für junge Leute mit verschiedensten Interessen. Jena (als Studentenstadt!) ist damit ohnehin nicht übermäßig gesegnet. Dass es neben (natürlich!) Musikveranstaltungen, Sportkursen, Diskussionsrunden, Cafebetrieb, Filmveranstaltungen, Workshops, Theater usw. auch fünf Leute gibt, die ausgebildet werden und dass man dort einfach Ansprechpartner für vieles findet, ist offensichtlich keiner Erwähnung wert. Ohnehin ist zu befürchten, dass Leute, die obige Meinungen vertreten, das Kassablanca nicht aus eigener Erfahrung kennen. Aber leider hält sie das nicht davon ab, kräftig ?Meiningsmache? zu betreiben.