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24.06.2011

Harald-Gerlach-Stipendium für Christian Rosenau

von Frank Quilitzsch TLZ

Gerlach-Stipendiat Christan Rosenau. Foto:Peter Michaelis

Der Weimarer Christian Rosenau ist Gerlach-Stipendiat - und gilt als Erneuerer unseres kulturellen Erbes.

 

Erfurt. Der Weimarer Lyriker Christian Rosenau hat das diesjährige Harald-Gerlach-Literaturstipendium erhalten. Kulturminister Christoph Matschie (SPD) überreichte ihm die Auszeichnung gestern im Erfurter Augustinerkloster. Das Stipendium ist mit 12 000 Euro dotiert. Damit erhält Rosenau die Möglichkeit, ein Jahr lang intensiv an einem neuen Gedichtband zu arbeiten. Der 1980 geborene Autor gehöre zu einer Generation von jungen Thüringer Künstlern, die für ein neues kulturelles Selbstverständnis stehen. Er wolle "unser Kulturerbe nicht verwalten, sondern erneuern", sagte Matschie. Christian Rosenau hat an der Weimarer Musikhochschule "Franz Liszt" studiert und arbeitet derzeit freiberuflich als Musikpädagoge. Bereits im Schüleralter konnte er beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen auf sein Talent aufmerksam machen. Seit 2005 hat er zwei Gedichtbände - "Café" und "Winterfurchen" (beide im Verlag Ulrich Keicher) - und eine Jahresgabe der Literarischen Gesellschaft veröffentlicht. Das Harald-Gerlach-Stipendium war 2009 auf Initiative des Thüringer Literaturpreisträgers Ingo Schulze und der Literarischen Gesellschaft Thüringen ins Leben gerufen worden. Es erinnert an den Schriftsteller Harald Gerlach (1940-2001), der die hiesige Literaturlandschaft mitgeprägt hat. Bisherige Preisträger waren Lutz Seiler und Jan Volker Röhnert. Kam über das Junge Literaturforum Hessen-Thüringen zur Dichtung: der Weimarer Harald-Gerlach-Stipendiat Christian Rosenau. Foto: Peter Michaelis