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22.12.2005

Gutes Schillerjahr für Literatur-Netzwerker

von rq Ostthüringer Zeitung

Lesezeichen e.V. setzt auch 2006 auf die Kooperation in Jena zur Förderung der Literatur

Jena (OTZ/rq). Dr. Martin Straub macht einen zufriedenen Jahresend-Eindruck. Der Geschäftsführer von Lesezeichen e.V. und seine Mitarbeiterin Uta Utzelmann können auf ein erfolgreiches Literatur-Jahr zurück blicken. "Und ein gutes Schiller-Gedenkjahr zumal", sagt der Literaturwissenschaftler. "Ich glaube, Friedrich Schiller hätte sich darüber gefreut, welche gute Rolle sein Schaffen, aber eben Literatur insgesamt in diesem Jahr in Jena und im Freistaat spielten."

Der Verein Lesezeichen ist in Jena im Haus auf der Mauer zu Hause, wirkt aber thüringenweit. "2005 organisierten wir rund 200 Literatur-Veranstaltungen in 50 Thüringer Städten", informierte Straub in einem OTZ-Gespräch. Vor allem die großen Brocken wie die Literaturtage auf Burg Ranis, der Lesemarathon in Jena und die Märchentage, die Uta Utzelmann betreut - das wäre ohne die vielfältige Unterstützung für die Literatur nicht zu machen.

So nennt Martin Straub ausdrücklich die Landesregierung, deren finanzielles Zutun für die Literaturförderung trotz Sparzwängen auch 2006 wieder interessante Projekte möglich macht.

Straub ist Anhänger des Literatur-Netzwerkes, für das Jena ein gutes Beispiel liefere. "Das beginnt mit der Stadt, die auch den Verein unterstützt und in der sich das Wirken von Jenakultur schon jetzt förderlich auswirkt." Dazu gehören die Abbe-Bücherei, die mit Recht den Thüringer Bibliothekspreis 2005 erhielt, und das Theaterhaus, das gedeihlich auf das Kulturklima wirkt als auch das Cafe Wagner und die Thalia-Buchhandlung mit ihren Veranstaltungen. Ebenso wichtig fürs Netzwerk seien Sponsoren wie die Kunst und Literatur zugetanen Stadtwerke und die anderen Projekte fördernden Jenaer Firmen. "Und die Schulen - da steckt ein großes Potenzial, das zeigte sich in diesem Jahr besonders deutlich, so z. B. mit Schüler-Aufführungen des Anger-Gymnasiums und vielen anderen Aktivitäten." Deshalb will Lesezeichen 2006 die Schulen, vor allem Grundschulen, noch stärker in die Leseförderung einbinden. "2005 begannen wir mit ziemlichen Sorgen, beenden es aber mit Genugtuung", freute sich Literaturförderer Martin Straub.