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20.06.2012

Grimme-Preisträger Jens-Fietje Dwars Gast zur Salon-Veranstaltung in Jena

von Redaktion Ostthüringer Zeitung

Jena. "Glotzt nicht so romantisch!" So lautet das Motto einer weiteren Salon-Veranstaltung im Romantikerhaus am Sonnabend um 15 Uhr.

Dabei wird der Jenaer Autor und Grimme-Preisträger Jens-Fietje Dwars in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch der Frage nachgehen: Was ist Romantik in der Malerei und Grafik einst und heute? Dwars wird dies vor allem anhand der zurzeit ausgestellten Bilder des Weimarer Künstlers Horst Peter Meyer tun.

Wenn uns jemand im Alltag berichtet, er habe einen "romantischen Abend" verbracht, dann denken wir automatisch an Sonnenuntergang, Rotwein und Musik zum Träumen. War das Ideal der Jenaer Frühromantiker? Das einzige überlieferte Porträt von Novalis zeigt einen mädchenhaft zarten Jüngling mit großen Träumeraugen und einem Kirschmund zum Küssen. Doch dieses elfenhafte Wesen hatte Bergbau, Mathematik, Physik und Chemie studiert, war unentwegt im Pferdesattel unterwegs und erschloss die Braunkohle, die später zu Leuna und Buna führte. Auch die anderen Romantiker waren praktisch denkende Geister, die zupacken konnten. Was verstanden sie unter Romantik, vor allem in der Malerei und Grafik?