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15.06.2009

Gefühlvoll vorgetragene Gedichte gewinnen

von Marius Koity Ostthüringer Zeitung

Peh aus Berlin siegt beim 2. Poetry Slam in Ranis

Von OTZ-Redakteur Marius Koity Ranis. Die Lyrikerin und Folkrocksängerin Peh aus Berlin hat den 2. Poetry Slam in Ranis gewonnen. Bei dem Dichterwettstreit der 12. Literatur- und Autorentage auf Burg Ranis, die gestern zu Ende gingen, wurde sie - wie bei diesem Format üblich - vom Publikum mit der Lautstärke des Beifalls zur Siegerin gekürt.
Peh hatte sich von der Konkurrenz vor allem durch den gefühlvollen Vortrag ihrer Gedichte abgehoben. Im Finale des dreistufigen Wettbewerbes setzte sich die Künstlerin mit einer fast atemlos gesprochenen Hommage an ihre Großmutter gegen die durchaus hörenswerte Beziehungsprosa von Sulaiman Masomi aus Paderborn durch.

An dem Wettbewerb beteiligten sich acht Slamer unterschiedlichsten Alters aus Ost und West. Die Liebe, die Auswirkungen der Finanzkrise, die Wölfe in der Lausitz oder der ganz normale Alltagswahnsinn waren ihre Themen. Weder Brecht noch Goethe und schon gar nicht die "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche waren den Wortkünstlern in ihren Texten heilig. Durch den Abend hatte Wehwalt Koslovsky, ein Pionier der Performance-Poesie in Deutschland, geführt.

Die beiden thüringischen Wettbewerber - Franziska Wilhelm aus Erfurt sowie Rudi W. Berger aus Langenwetzendorf - verabschiedete das Publikum schon in der ersten Runde.