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17.12.2009

Erzählen ist Zuneigung

von Jördis Bachmann TLZ

Jena. (tlz) "Wie arm wäre der Mensch ohne Märchen? Sie vermitteln Grundsätze menschlicher Moral und wie keine andere literarische Gattung sprechen Märchen alle Generationen an." Der Geschäftsführer des Lese-Zeichen e.V. Martin Straub, spricht leidenschaftlich über die Kraft der Märchen und des Erzählens. Der Verein organisiert, wissend um diese Kraft, das Thüringer Märchen- und Sagenfest, das noch bis zum Heiligabend läuft.
In ganz Thüringen werden dabei Märchenveranstaltungen angeboten. Eine besondere Aufgabe sei es, Kindergartenkinder an Märchen heranzuführen. "Wir haben aber einen tollen Märchenerzähler der sozusagen "Kindergartenexperte ist", sagt Straub. Hansi von Märchenborn ist jedoch nicht nur Märchenerzähler, sondern übt mit den Kindern auch Märchenaufführungen ein. Gestern führte eine Gruppe aus dem "Regenbogen-Kindergarten" in Lobeda-West im Zentrum für Kultur, Begegnung und Sport das Märchen "Schwan kleb an" von Ludwig Bechstein auf. Das Kindergarten-Märchenprojekt des Lese-Zeichen-Vereins ist ein Beitrag zur frühkindlichen Bildung. Es wird von Jenawohnen unterstützt. "Die Sprachsensibilität wird gefördert. Jedes Kind hat andere Voraussetzungen und für jedes Kind wurde eine Rolle gebraucht, die es auch beherrschen kann", sagt Straub. Dass die Aufführung gelungen war, zeigte sich daran, dass alle Kinder im Saal aufmerksam zusahen und -hörten.

"Unser Ziel ist es, diese Aufführungen mit Kindergärtenkindern thüringenweit zu organisieren", so Martin Straub. Das Wichtigste sei jedoch, dass die Eltern zu Hause nicht vergessen, Märchen zu erzählen. "Dabei geht es vor allem um das Gefühl der Zuneigung."