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23.11.2015

Einzigartiger Tribut an Jimi Hendrix am Freitagabend in Krölpa

von Mario Keim Ostthüringer Zeitung

Heiner Reinhardt (links) und Helmut „Joe“ Sachse beim Jimi-Hendrix-Abend am Freitag in der ausverkauften Pinsenberghalle in Krölpa. Foto: Mario Keim

Der Abend mit Helmut „Joe“ Sachse in der ausverkauften Pinsenberghalle in Krölpa läutet eine neue Reihe mit dem Musiker in Krölpa ein.

Krölpa. „Jimi Hendrix: Drifting. Konzert und Lesung“ war der Abend am Freitag in der Pinsenberghalle in Krölpa nüchtern überschrieben. Doch das denkwürdige Gastspiel von Helmut „Joe“ Sachse (Gitarre), Heiner Reinhardt (Bassklarinette) und Frank Schäfer (Buchautor und Musikjournalist) sollte etwas Besonderes sein: „Wir starten am Kulturort Schloss Krölpa eine neue Reihe mit Helmut ‚Joe‘ Sachse, in deren Rahmen der Künstler jedes Jahr einmal zu einem bestimmten Thema einladen wird“, sagte in der ausverkauften Halle Andreas Berner, Vorsitzender des gastgebenden Lese-Zeichen e.V. Unterstützung fand die Konzertlesung durch die Gemeinde Krölpa. Ferner war die Krölpaer Veranstaltung ein Programmpunkt im Rahmen der Jazzmeile Thüringen – eine weitere Premiere.

Der Begrüßung folgte ein Tribut für Jimi Hendrix, den es in dieser Form noch nirgendwo gegeben hatte. Eigens für den Freitagabend traten die Künstler zusammen. Den Auftakt markierte Frank Schäfer aus Braunschweig, der „alle Hippies, Beatfreunde und Ewiggestrigen“ auf das Thema einschwor, indem er aus seinem Buch „Being Jimi Hendrix“ las. „Es ist das Kondensat meiner Beschäftigung mit Jimi Hendrix“, sagte der Autor, der schon zweimal Gast auf der Burg in Ranis war.

Den musikalischen Teil des zweieinhalbstündigen Programmes bestritten Helmut „Joe“ Sachse und Heiner Reinhardt. Sachse, dem die Kritik bereits die Bezeichnungen „Der beste Tribut, der Jimi Hendrix je gezollt wurde“ und „Hexenmeister der Gitarre“ zukommen ließ, wurde bei seinem Gitarrenspiel mustergültig von Heiner Reinhard auf der Bassklarinette begleitet. Beide warfen sich sprichwörtlich die Bälle zu, wobei die Melodie- und die Zweitstimme zwischen beiden Instrumenten mehrmals wechselte. Die Zuhörer quittierten das mit Zwischenapplaus, wie beim Jazz üblich.

Ein Musikliebhaber aus Saalfeld fasste den Abend mit folgenden Worten zusammen: „Es war ein Traum. Ich hatte Freudentränen in den Augen.“

„Joe Sachse hat es in 40 Berufsjahren geschafft, immer ein Geheimtipp zu bleiben“, ­beschrieb Andreas Berner den 67-Jährigen aus Chemnitz. Der Kartenvorverkauf für 2016 kann folglich beginnen.